Pensionierter Oberstudienrat beschimpfte den NRW-Innenminister bei einer Demonstration.

Teilnehmer einer Dügida-Demonstration.
Teilnehmer einer Dügida-Demonstration.

Teilnehmer einer Dügida-Demonstration.

Maja Hitij

Teilnehmer einer Dügida-Demonstration.

Düsseldorf. Absolut uneinsichtig zeigte sich ein pensionierter Oberstudienrat am Mittwoch vor dem Amtsgericht. Dort musste sich der 75-Jährige wegen Beleidigung verantworten. Denn er hatte am 30. März auf einer Düdiga-Demonstration das Mikrofon ergriffen und war bei seiner Rede verbal deutlich übers Ziel hinaus geschossen, als er NRW-Innenminister Ralf Jäger als „A....loch“ bezeichnete. Dafür hatte der Mann eine Strafanzeige kassiert.

„Ich habe zu meinen Leuten gesprochen“, rechtfertigte sich der Pädagoge. In seiner Rede habe er nur auf die Beschimpfungen des Innenministers reagiert, der die Düdiga-Demonstranten als „Nazis in Nadelstreifen“ und „Schande für Deutschland“ bezeichnet hatte. Das sei von seinem Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt.

Außerdem verwies er darauf, dass der beanstandete Begriff in Köln eine ganz andere Bedeutung habe: „Das steht dort für Inkompetenz.“ Der Amtsrichter machte allerdings deutlich: „Wir sind hier in Düsseldorf und nicht in Köln.“

Weil der Oberstudienrat a.D. über ein hohes Einkommen verfügt, wurde er zu einer Geldstrafe von 13 320 Euro verurteilt. Der 75-Jährige will dagegen Berufung einlegen.

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