Beamte haben auch Blick auf provokante Verkleidung.

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Für aggressive Störer behält die Polizei sich wieder vor, Platzverweise auszusprechen. Archiv

Für aggressive Störer behält die Polizei sich wieder vor, Platzverweise auszusprechen. Archiv

J. Michaelis

Für aggressive Störer behält die Polizei sich wieder vor, Platzverweise auszusprechen. Archiv

Düsseldorf. Der Rosenmontag naht, nach eigener Aussage richtet die Polizei sich auf das übliche Geschäft ein – wie Einsatzleiter Harald Wilke gestern erläuterte, ist es in diesem Jahr aber doch ein bisschen anders. Es werden ein paar Beamte mehr sein und die werden zudem auch ein Auge auf bestimmte Kostümierungen haben.

Im Präsidium ist man wohl über den Rückzug von Dügida nicht unglücklich. Aber die Drohungen gegen Rechtsanwältin Gülsen Celebi hat die Polizei wohl vernommen. Die 43-Jährige hatte in den vergangenen Wochen lautstark gegen Dügida mobilisiert und nun anonyme Drohungen erhalten.

Kostüme geraten nur in den Fokus, wenn sie Angst verbreiten

Knapp 1000 Polizisten werden am Montag im Einsatz sein, sie sind gehalten, auch auf bestimmte Verkleidungen zu achten, die zum Beispiel das Thema Salafismus oder Terror aufgreifen. „Wir sind natürlich nicht dafür, Zensur zu betreiben“, so Wilke gestern vor Journalisten. „Wenn aber Menschen Karneval missbrauchen, um Angst zu verbreiten, ist das ein anderer Fall.“ Als Beispiel nannte er martialische Verkleidungen mit Waffen, die nicht nach Spielzeug aussehen.

Wie in den Vorjahren behält die Polizei sich Platzverweise vor. Störenfriede dürften dann eine Zone, die groß die Innenstadt mit der Zugroute umfasst, nicht mehr betreten. Gedacht ist es für Menschen, denen man so viel Vernunft noch zutraut, um sie nicht gleich in Gewahrsam zu nehmen. Auch am Donnerstag griff die Polizei zu diesem Mittel: 83 Mal.

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