Rechtsanwalt Martin Lauppe-Assmann verklagt Yanqing T. und will sein Taschengeld pfänden.

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Düsseldorf. Es war eine unfassbar brutale Tat: In der Kanzlei von Martin Lauppe-Assmann am Höherweg erstach Yanqing T. im Februar vergangenen Jahres Rechtsanwältin Ulrike F. und ihren Kollegen Bernhard L., beide 58 Jahre alt. Dafür und für einen weiteren Mord wenig später in Erkrath wurde der Koch inzwischen zu lebenslanger Haft verurteilt. Doch der 48-Jährige hatte in dem Büro auch noch Feuer gelegt. Rund 17 900 Euro Schadensersatz forderte Lauppe-Assmann jetzt in einem Zivilprozess.

Dabei handelt es sich unter anderem um Kosten für die Montage einer neuen Telefonanlage, um den Kauf von Möbeln und anderen Büromaterialien. „Im Foyer der Kanzlei wurden sechs Arbeitsplätze verwüstet und verschmutzt“, so Rechtsanwältin Ute Hasskamp,

Sekretärin ist bis heute in therapeutischer Behandlung

Gülsen Celebi, die den Koch auch im Strafprozess vertreten hatte, zweifelte an den Kosten. Es sie nicht in Ordnung, wenn die Telefonanlage durch den Brand ein „Luxus-Upgrade“ erhalte. Auch Belege für den Möbelankauf wollte sie überprüfen.

Hasskamp reagierte verärgerte: „Die Sekretärin hat gesehen, wie ihre Chefin mit 16 Messerstichen ,erlegt’ wurde.“ Es sei ihr nicht zuzumuten, an einem Schreibtisch zu sitzen, der blutverschmiert war. Die Frau befinde sich heute noch in therapeutischer Behandlung.

Ziel der Klage ist es, das Taschengeld von Yanqing T. pfänden zu lassen, das er im Gefängnis erhält. Über Vermögen verfügt der 48-Jährige nicht. Der Richter machte deutlich, dass er die Forderung grundsätzlich für berechtigt hält. Ob trotzdem weitere Zeugen in dem Verfahren vernommen werden müssen, soll bis zum 27. Juni entschieden werden.

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