Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW

Petra Müller ist Geschäftsführerin der Filmstiftung NRW.
Petra Müller ist Geschäftsführerin der Filmstiftung NRW.

Petra Müller ist Geschäftsführerin der Filmstiftung NRW.

Uwe Schaffmeister

Petra Müller ist Geschäftsführerin der Filmstiftung NRW.

Düsseldorf. Sicher ist Düsseldorf eine schöne Stadt – das ist aber nicht der einzige Grund, warum sich Filmschaffende entscheiden, hier zu drehen. Denn: Wer hier arbeitet, kann auf eine Förderung durch die Filmstiftung (FMS) hoffen.

Frau Müller, wie attraktiv ist Düsseldorf für Filmschaffende?

Petra Müller: Düsseldorf ist ein sehr beliebter Drehort. Die Stadt hat eine große Bandbreite an unverbrauchten Motiven: der moderne Medienhafen, die Altstadt, städtische und dörfliche Strukturen, der Flughafen und ähnliches. Außerdem verfügt die Stadt über eine hervorragende Verkehrsanbindung mit Flughafen und Bahn. Und natürlich trägt auch die Filmstiftung NRW dazu bei, dass Filmproduktionen gerne kommen.

Wie läuft die Förderung durch die Filmstiftung?

Müller: Die Film- und Medienstiftung NRW fördert vom Drehbuch über die Produktion bis zur Verleihförderung – und alle Arten von Filmen. Produzenten reichen Projekte ein, mit umfangreichen Antragsunterlagen: Drehbuch, Kalkulation, Cast, Stab, Auswertungskonzepte und so weiter. Diese werden durch die Fachabteilungen geprüft und anschließend der Jury vorgelegt. Wichtig für deren Entscheidung sind Stoff und Drehbuch wie auch die Regie, die Schauspieler und der Verleih, und nicht zuletzt auch der sogenannte NRW-Effekt: Denn für einen Euro Förderung muss mindestens 1,50 Euro in Nordrhein-Westfalen ausgegeben werden.

Beim Filmfestival, das am 17. Mai startet, sind fünf Produktionen, die von der FMS gefördert wurden, dabei: „Teheran Tabu“ von Ali Soozandeh, „Los Perros“ von Marcela Said, „Nothingwood“ von Sonia Kronlund, „Aus dem Nichts“ von Fatih Akin und „Jupiter’s Moon“ von Kornél Mundruczó.

Die FMS hat auch hier abgeräumt. In 17 der 18 Kategorien gingen Preise an von ihr geförderte Filme.

Wie genau sah die Förderung in den vergangenen Jahren aus?

Müller: Im vergangenen Jahr wurden 400 Projekte mit über 30 Millionen Euro gefördert, davon 66 Kinofilme, neun TV-Projekte und 18 serielle Formate. In der 25-jährigen Geschichte wurden 2200 Kino- und TV-Filme realisiert, darunter „Die fabelhafte Welt der Amélie“ und „Lola rennt“, „Pina“, „Melancholia“, „Hannah Arendt“und „Stromberg“ sowie „Der Medicus“, der mit 2,2 Millionen Euro gefördert wurde und 3,6 Millionen Besucher in die Kinos zog. In Düsseldorf wurden unter anderem „Cloud Atlas“ und „Ein Hologramm für den König“ mit Tom Hanks gedreht. Zuletzt sehr erfolgreich Maren Ades „Toni Erdmann“, der 900 000 Euro Förderung erhielt, 870 000 Besucher hatte und eine Oscar-Nominierung erhielt. Zu nennen ist aktuell auch Andres Veiels „Beuys“, ein Dokumentarfilm über den weltberühmtesten Düsseldorfer. cas

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