Marten Neuenhaus. Kommentarfoto
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David Young

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Die Menschen in Angermund haben wie alle, die an Zugstrecken leben, ein Recht auf richtigen Schallschutz. Die Planungen, die die Bahn vorgelegt hat, werden diesen Auflagen durch das Gesetz gerecht. Viele versuchen trotzdem, eine noch bessere Lösung zu finden, die auch optisch ansprechender ist als eine zwei Kilometer lange Schallschutzwand. Auch das sind legitime und allzu nachvollziehbare Interessen. Daher ist es wirklich schade, wenn sich diejenigen, die in dieser Angelegenheit am lautesten schreien, derart disqualifizieren. Die Bilder einer Katastrophe, bei der über hundert Menschen gestorben sind, zu benutzen, um Angst vor einer Lärmschutzwand zu schüren, geht zumindest über die Grenzen des guten Geschmacks weit hinaus. Dazu kommt eine Mischung aus Zynismus, Panikmache und martialischer Rhetorik. Wenn dann noch Kostensteigerungen von Anwohnern damit gerechtfertigt werden, dass „in Griechenland die Milliarden versenkt werden“, ist an eine sachliche Diskussion gar nicht mehr zu denken. Danach einen Runden Tisch und ein besseres Miteinander zu fordern, ist blanker Hohn.

© WhatsBroadcast

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