Der ungarische Dirigent Adam Fischer ist bekannt für seinen Einsatz gegen Fremdenhass. In Düsseldorf setzt er ein Zeichen für die Menschenrechte.

Der ungarische Dirigent Adam Fischer ist in den berühmtesten Musikhäusern der Welt zuhause. Und er kämpft seit Jahren gegen Rassismus und Fremdenhass. Als Chefdirigent der Düsseldorfer Symphoniker verleiht Fischer Anfang März den ersten Menschenrechtspreis der Tonhalle an die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) - das ist ein ungewöhnlicher Akt für ein Konzerthaus. Dazu dirigiert Fischer ein Konzert in Gedenken an Kinder, die auf der Flucht gestorben sind.
Der ungarische Dirigent Adam Fischer ist in den berühmtesten Musikhäusern der Welt zuhause. Und er kämpft seit Jahren gegen Rassismus und Fremdenhass. Als Chefdirigent der Düsseldorfer Symphoniker verleiht Fischer Anfang März den ersten Menschenrechtspreis der Tonhalle an die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) - das ist ein ungewöhnlicher Akt für ein Konzerthaus. Dazu dirigiert Fischer ein Konzert in Gedenken an Kinder, die auf der Flucht gestorben sind.

Der ungarische Dirigent Adam Fischer ist in den berühmtesten Musikhäusern der Welt zuhause. Und er kämpft seit Jahren gegen Rassismus und Fremdenhass. Als Chefdirigent der Düsseldorfer Symphoniker verleiht Fischer Anfang März den ersten Menschenrechtspreis der Tonhalle an die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) - das ist ein ungewöhnlicher Akt für ein Konzerthaus. Dazu dirigiert Fischer ein Konzert in Gedenken an Kinder, die auf der Flucht gestorben sind.

Susanne Diesner

Der ungarische Dirigent Adam Fischer ist in den berühmtesten Musikhäusern der Welt zuhause. Und er kämpft seit Jahren gegen Rassismus und Fremdenhass. Als Chefdirigent der Düsseldorfer Symphoniker verleiht Fischer Anfang März den ersten Menschenrechtspreis der Tonhalle an die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) - das ist ein ungewöhnlicher Akt für ein Konzerthaus. Dazu dirigiert Fischer ein Konzert in Gedenken an Kinder, die auf der Flucht gestorben sind.

Düsseldorf (dpa) - Der ungarische Dirigent Adam Fischer (66) ist in den berühmtesten Musikhäusern der Welt zuhause. Und er kämpft seit Jahren gegen Rassismus und Fremdenhass. Als Chefdirigent der Düsseldorfer Symphoniker verleiht Fischer Anfang März den ersten Menschenrechtspreis der Tonhalle an die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) - das ist ein ungewöhnlicher Akt für ein Konzerthaus. Dazu dirigiert Fischer ein Konzert in Gedenken an Kinder, die auf der Flucht gestorben sind.

Frage: Was waren die Beweggründe, als Musikinstitution einen Menschenrechtspreis zu stiften?

Antwort: Ich glaube, dass es eine besondere Aufgabe von Künstlern ist, in der Gesellschaft für Menschenrechte einzutreten. Ich habe immer gesagt: Musik gehört zu den internationalsten von allen Künsten, weil sie nicht an einen Staat gebunden ist. Ihre Aufgabe ist, beim Kampf gegen Nationalismus und Intoleranz zu helfen.

Frage: Wie kann die Musik helfen?

Antwort: Als wir den Preis beschlossen haben, haben wir nicht gedacht, dass er so aktuell wird. Die Situation hat sich seit einem Jahr verschlechtert. Umso mehr müssen wir handeln. Für mich ist es wichtig die Leute aufzurütteln. Es wird zwar nicht so sein, dass die Menschen sich ändern und für Menschenrechte eintreten, wenn sie das Konzert gehört haben. Aber wir wollen unseren kleinen Anteil dazu beitragen, dass die Menschen nachdenken. Die freie und tolerante Gesellschaft, in der wir heute leben, wurde uns nicht geschenkt. Wenn wir wollen, dass die nächste Generation sie auch behält, müssen wir helfen.

Der 1949 in Budapest geborene Adam Fischer war nach Stationen in Graz, Helsinki und Karlsruhe unter anderem Generalmusikdirektor (GMD) in Kassel und Mannheim. Er dirigiert regelmäßig an den größten Opernhäusern in Europa und den USA und ist auch auf dem Grünen Hügel in Bayreuth heimisch. In Budapest legte er 2010 aus Protest gegen die Einmischung der rechtskonservativen ungarischen Regierung in den Musikbetrieb sein Amt als GMD der Staatsoper nieder. In einer international beachteten Petition rief er 2011 Künstler in Europa dazu auf, gegen wieder erstarkenden Rassismus zu kämpfen.

Frage: Was meinen Sie konkret damit, wenn Sie sagen, die Lage habe sich verschlechtert?

Antwort: Intoleranz und Illiberalismus sind auf dem Vormarsch in Europa. Die Flüchtlingskrise hat die Gegensätze gezeigt. Die osteuropäischen Länder schotten sich ab. Europa muss aufpassen dass die westeuropäischen Länder nicht infiziert werden.

Frage: In Sachsen wurde ein künftiges Flüchtlingsheim in Brand gesteckt, ein Bus mit Flüchtlingen wurde blockiert und beschimpft.

Antwort: Noch sind diese Kräfte nicht an der Regierung in Europa. Das darf nicht passieren. Ich möchte den Menschen vermitteln, dass sie darüber nachdenken, was sie an der Freiheit haben und dass sie sich aktiver dafür einsetzen. Es ist keine lässliche Sünde, das zuzulassen, was in Sachsen passiert.

Frage: Warum geht der erste Menschenrechtspreis an Ärzte ohne Grenzen?

Antwort: Als das beschlossen wurde, wusste ich auch nicht, dass es so aktuell werden würde. Einrichtungen der Ärzte ohne Grenzen wurden in Syrien bombardiert. Aber schon seit vielen Jahren verlieren die Ärzte ohne Grenzen Mitarbeiter. Ich bewundere diese Organisation, die trotzdem nie daran denkt aufzugeben. Das soll ein Beispiel sein für alle. Besonders gefällt mir auch, dass Ärzte ohne Grenzen sich für sauberes Trinkwasser einsetzt. Auch das ist ein Menschenrecht.

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