Detonation war rund zwei Kilometer weit zu hören. Im Juni hatten Unbekannte dort auf gleiche Weise zugeschlagen.

Raub
Von dem Geldautomaten vor dem Casino Mondial ist nicht mehr viel übrig.

Von dem Geldautomaten vor dem Casino Mondial ist nicht mehr viel übrig.

Patrick Schüller

Von dem Geldautomaten vor dem Casino Mondial ist nicht mehr viel übrig.

Düsseldorf. Filialleiter Peter Janzon wirkt noch immer fassungslos, als er seinen Blick über den Parkplatz des Spielcasinos Mondial am Vogelsanger Weg schweifen lässt. In der vergangenen Nacht hatten dort gegen 3.15 Uhr zwei bisher noch unbekannte Täter einen Geldautomaten gesprengt. Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr. Und wieder erbeuteten die Diebe mehrere tausend Euro.

Um den Tresor zu öffnen, hatten die Täter Gas in den Automaten geleitet und dies dann aus der Ferne gezündet. Die Wucht der Detonation hat einen Zaun am Parkplatz des Casinos aus der Verankerung gerissen und die Scheiben des Mondial beschädigt. „Die Tresortür ist rund 40 Meter weit geflogen. Das hätte böse ausgehen können, wenn jemand um die Ecke gekommen wäre“, sagt Janzon.

Polizei fahndete mit einem Hubschrauber nach den Tätern

Nach der Detonation hatte die Polizei sofort eine überregionale Fahndung ausgelöst. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz. Die Spurensicherung und Tatortarbeit dauerten bis in den Morgen an. Alle Maßnahmen verliefen laut Polizei aber bisher ergebnislos.

Zusammenhänge zu der Tat im Juni würden derzeit von den Spezialisten des Einbruchskommissariats geprüft. Zeugen hatten nach der Tat zwei Männer beobachtet, die auf Fahrräder flüchteten. Einer trug einen Rucksack und war mit einem dunkelgrauen Kapuzenpulli bekleidet.

Obwohl der Filialleiter Parallelen zu der Sprengung im Juni erkennt, glaubt Janzon nicht, dass es sich um dieselben Männer handelt. Auch die Polizei geht bislang davon aus, da die Diebe dieses Mal anders vorgegangen seien, etwa mit Fahrrädern und nicht mit einem Auto flohen.

Lauter Knall hat Anwohner aus dem Schlaf gerissen

Durch den lauten Knall wurden auch Anwohner in Mörsenbroich, Düsseltal, Rath und Unterrath aus dem Schlaf gerissen. Martina Müller, die gegenüber vom Spielcasino wohnt, wurde ebenfalls durch die Explosion geweckt. „Ich bin nach draußen gerannt, weil ich gedacht habe, ich könnte ein Foto von den Tätern machen, aber das ging alles viel zu schnell“, sagt sie. Dass Täter noch ein drittes Mal zuschlagen könnten, glaube sie aber nicht.

Filialleiter Peter Janzon will die Sicherheitsvorkehrungen am Casino ein zweites Mal verstärken. Der Schaden, der am Gebäude entstanden sei, liege immerhin bei rund 15 000 Euro.

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