Der Bahnhof bekommt einen neuen Brandschutz. Auch in die Attraktivität des Standorts wird viel Geld investiert.

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Jörg Seelmeyer beobachtet den Einbau der neuen Technik in der Decke.

Jörg Seelmeyer beobachtet den Einbau der neuen Technik in der Decke.

So hässlich muss der Bahnhof zurzeit sein, um bis Dezember verschönert zu werden.

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Jörg Seelmeyer beobachtet den Einbau der neuen Technik in der Decke.

Düsseldorf. Im Moment wirkt die offene und nicht gerade ansehnliche Decke im Inneren des Bahnhofs noch mehr als unfertig - man könnte sogar den Eindruck bekommen, dass die Bauarbeiten einfach mittendrin ausgesetzt wurden. Doch das stimmt nicht: Täglich strömen ungefähr 230.000 Menschen durch den Bahnhof, etwas leerer wird es erst in den späteren Abendstunden.

Da würde eine Dauerbaustelle eine zusätzliche Belastung des Verkehrs darstellen. Um den laufenden Betrieb möglichst wenig zu stören, werden die Renovierungsmaßnahmen im Bahnhofsinneren daher auch nachts zwischen 22 Uhr und 6 Uhr durchgeführt. Größter Komplex der Arbeiten: die technische Sanierung des Hauptbahnhofs.

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Jörg Seelmeyer beobachtet den Einbau der neuen Technik in der Decke.

Jörg Seelmeyer beobachtet den Einbau der neuen Technik in der Decke.

So hässlich muss der Bahnhof zurzeit sein, um bis Dezember verschönert zu werden.

Stefan Arend, Bild 1 von 2

So hässlich muss der Bahnhof zurzeit sein, um bis Dezember verschönert zu werden.

Hier bildet die "Brandschutztechnische Ertüchtigung" das Kernstück der Arbeiten. Der Bahnhof soll zum anderen verschönert und das Gastronomie- und Einkaufsangebot für die Reisenden attraktiver werden.

Der Bahnhof bekommt eine ganz neue Brandschutztechnik

"Für die neue Brandschutztechnik am Hauptbahnhof gibt die Deutsche Bahn insgesamt rund 13 Millionen Euro aus", erklärt Bahnhofsmanager Jörg Seelmeyer. In die Decke wurde eine neue Sprinkleranlage eingezogen. Um die Technik des Bahnhofs insgesamt abzustimmen, wurden zudem einige Anlagen der Klimazentrale ausgetauscht, um sie für die neue Technik der Kalt-Entrauchung aufzurüsten.

Im Brandfall kann der Rauch mit Wasser besprenkelt und auf einer Temperatur von unter 100 Grad Celsius gehalten werden. Das vermindert die Gefahr, die von Rauchgiften ausgeht. In einem großen Raum in den "Katakomben" des Bahnhofs stehen schon riesige Wassertanks, die insgesamt 138.000 Liter fassen.

Im Brandfall wird das Wasser von dort aus in die Sprinkleranlage geleitet und nur punktuell an der Stelle ausgeschüttet, an der der Alarm ausgelöst wurde. Im Normalfall befindet sich sonst kein Wasser in der Sprinkleranlage.

Die aufwändigen Renovierungsarbeiten wurden auch dazu genutzt, die alte braune Deckenverkleidung durch eine hellgraue zu ersetzen. Diese soll den Bahnhof freundlicher und größer wirken lassen. "Dahinter werden komplett neue Beleuchtungs- und Beschallungssysteme installiert, die der allgemeinen Modernisierung Rechnung tragen", erklärt Seelmeyer.

Für Einzelhandel und Gastronomie ist der Bahnhof ein attraktiver Standort

Doch die Renovierung erschöpft sich nicht in der technischen Aufrüstung. Schließlich soll der Bahnhof auch schöner werden. Alle Geschäfte und Gastronomiebetriebe sollen ein einheitliches Design erhalten, auch hier ist der Umbau in vollem Gange. Die Pächter schießen dafür insgesamt rund zehn Millionen Euro zu.

Eine Investition, die sich wahrscheinlich auszahlt: Der Standort am Hauptbahnhof ist äußerst attraktiv, da er so stark von Reisenden frequentiert wird. Manche der ansässigen Filialisten machen hier sogar bundesweit ihren größten Umsatz. Hinter den Stellwänden, die in der Bahnhofshalle stehen, verbergen sich Baustellen, die Vorbereitungen für neue Geschäfte laufen auf Hochtouren.

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