Vor allem in guten und mittleren Lagen ist eine Trendwende zu spüren.

Auch in guten Lagen wie an der Lorettostraße sinken die Mieten wieder leicht.
Auch in guten Lagen wie an der Lorettostraße sinken die Mieten wieder leicht.

Auch in guten Lagen wie an der Lorettostraße sinken die Mieten wieder leicht.

Dieter Alsleben

Auch in guten Lagen wie an der Lorettostraße sinken die Mieten wieder leicht.

Düsseldorf. Nach langen Jahren einer sich in die Höhe schraubenden Preisspirale können Düsseldorfs Mieter aufatmen. Im vergangenen Jahr sind laut Umfrage des Rings Deutscher Makler (Bezirksverband Düsseldorf) bei seinen 129 Mitgliedern die Mieten in der Stadt bei Neuvermittlungen erstmals wieder gesunken. Das gilt vor allem für Top- und mittlere Lagen. 2012 stiegen die Kaltmieten in Düsseldorf dagegen noch um sieben bis 15 Prozent.

Lediglich in einfachen Lagen verzeichnet der Verband noch häufig steigende Preise und zu wenig Angebote. „Das zeigt: Düsseldorf braucht vor allem bezahlbaren Wohnraum“, sagt Jörg Schnorrenberger vom Ring Deutscher Makler. Das von der Politik verabschiedete Handlungskonzept Wohnen, das vom Ring Deutscher Makler mitentwickelt wurde, sei aber ein gutes Instrument, um dieses Ziel zu erreichen. Insgesamt stagnieren die Mieten in einfachen Lagen bei 7,50 Euro pro Quadratmeter.

Beim Eigentum verzeichnen die Makler noch ein Plus

In anderen Segmenten zeige sich jedoch: „Die Nachfrage ist endlich. In den letzten Jahren ist eben sehr viel in hochwertige Gebäude investiert worden.“ Zudem sei die Zahl der Käufer und Mieter in dieser Preiskategorie überschaubar, viele Menschen seien bei stagnierenden Gehältern auch nicht mehr bereit, immer höhere Wohnkosten zu tragen. „In guten Lagen ist es zurzeit deutlich schwieriger, noch für elf oder zwölf Euro Kaltmiete pro Quadratmeter zu vermieten.“ So sanken die Kaltmieten in guten Lagen im Schnitt von 12,50 auf elf Euro, in sehr guten von 15,50 auf 15 Euro, beim Erstbezug von Neubauten in Top-Lage von 18,50 auf 17 Euro.

Dieser Trend wird sich Schnorrenberger zufolge in den nächsten Monaten fortsetzen. So habe die Stadt in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres Baugenehmigungen für 1255 Wohnungen erteilt, im Vorjahreszeitraum waren es noch 522. „Das sorgt für weitere Entspannung auf dem Wohnungsmarkt. Der Neubauschub wird den Nachfrageüberhang teils auffangen.“ So glaubt Schnorrenberger für dieses Jahr an eine Stagnation der Mieten.

Ein etwas anderes Bild zeigt sich bei den nach wie vor steigenden Preisen für gebrauchte Eigenheime in mittleren und einfachen Lagen. Freistehende Einfamilienhäuser mit Garage kosten im Wiederverkauf in mittelguter Lage etwa 430 000 Euro, Reihenmittelhäuser ohne Garage rund 330 000 Euro; das ist jeweils ein Plus von drei Prozent. Eigentumswohnungen liegen bei 2100 Euro pro Quadratmeter und einem Plus von fünf Prozent.

Viertel wie z.B. Oberkassel, Pempelfort, Düsseltal, Carlstadt, Bilk, Flingern Nord.

Heerdt ist nach der Vodafone-Ansiedlung im Aufwind, Friedrichstadt ist auf dem Sprung zur guten Lage. Ansonsten unter anderem Flehe, Volmerswerth, Benrath.

Reisholz, Lierenfeld, Hassels, Garath.

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