Noch nie gab es auf dem Volksfest so viele Neuheiten. Nimmt man alle Fahrgeschäfte zusammen, sind sie 455 Meter hoch.

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Mindestens so bunt wie im Vorjahr soll es auf den Oberkasseler Rheinwiesen zugehen.

Mindestens so bunt wie im Vorjahr soll es auf den Oberkasseler Rheinwiesen zugehen.

Stefan Arend

Mindestens so bunt wie im Vorjahr soll es auf den Oberkasseler Rheinwiesen zugehen.

Düsseldorf. "Das wird die höchste Kirmes aller Zeiten", verspricht Kirmes-Bürgermeister Thomas König, "insgesamt geht es 455 Meter in die Luft." Natürlich nur, wenn man die Fahrgeschäfte zusammenrechnet.

Über vier Millionen Besucher werden vom 18. bis 26. Juli auf den Oberkasseler Rheinwiesen erwartet. Vielleicht werden es in diesem Jahr noch mehr, denn die Düsseldorf Marketing und Tourismus rührt für die größe Kirmes am Rhein erstmals auch im Ausland kräftig die Werbetrommel.

So viele Neuheiten wie noch nie werden die 323 Schausteller mit nach Düsseldorf bringen. Seit langem wird es mit dem 35 Meter hohen "The Tower" wieder eine Weltpremiere geben. "Das Fahrgeschäft wird gerade in Oberhausen aufgebaut und erst in der nächsten Woche vom Tüv abgenommen", so König, der selbst noch nicht genau weiß, was in dem Tower passiert: "Er hat neun Erlebnis-Ebenen und ganz oben eine Gastronomie. Unter anderem soll es dort Blindenspiele für Sehbehinderte geben."

Weniger rätselhaft sind die anderen Neuheiten. Devil Rock und Flash sind besonders rasante Fahrgeschäfte für alle, die gern mal an ihre Grenzen gehen. Im Crazy Outback dreht sich alles um Australien: "Da kann jeder unter anderem an einer Känguru-Boxstunde teilnehmen." Neu für die Kinder gibt es den Erlebnis-Park "World of Fantasy" und einen Dschungel-Bus.

Der Trödelmarkt an der Fähre heißt ab sofort Trachten-Stadl

Runderneuert wird der Trödelmarkt, der sich bisher neben dem Anlegesteg der Fähre befand. Der heißt ab sofort Trachten-Stadl, soll aber nicht nur heimatliches Textil-Gut anbieten, sondern auch so etwas wie ein Handwerker-Markt werden. Neuheiten in der kulinarischen Abteilung sind Magic Bean mit mehr als 50 verschiedenen Kaffee-Sorten sowie ein Geschäft, das Liebesperlen aus Eiscreme verkauft.

Mit Böllerschüssen wird die Kirmes am 18. Juli um 15 Uhr an der Festhalle eröffnet. Insgesamt 323 Schausteller werden auf der 165 000 Quadratmeter großen Fläche auf den Oberkasseler Rheinwiesen stehen.

Höhepunkt des Volksfestes wird das Feuerwerk am 24. Juli um 22.30 Uhr sein. Vorher wird es erstmals ein bengalisches Feuer geben.

Die Preise sollen stabil bleiben - nicht nur für Karussells und das Glas Altbier, sondern auch bei der Polizei. "Rund 200 Euro kostet es, wenn wir einen Falschparker abschleppen", kündigt Polizeisprecher Markus Niesczery an. Im vergangenen Jahr mussten gleich 471 Kirmes-Besucher ihre Fahrzeuge beim Abschlepp-Dienst abholen. "Versuchen Sie erst gar nicht, in Oberkassel einen Parkplatz zu finden. Es gibt dort keinen", warnt Niesczery.

Ganz andere Sorgen haben die Schützen. Denn wegen der zahlreichen Baustellen in der Innenstadt müssen sie ihren Zugweg ändern. "Engpässe haben wir unter anderem an der Flinger- und der Hunsrückenstraße", sagt Oberst Günther Pannenbecker.

In der nächsten Woche wird er den Zugweg noch einmal gemeinsam mit dem Amt für Verkehrsmanagement abgehen, damit die mehr als 3000 Schützen mit 200 Pferden am 19. Juli problemlos den Hofgarten erreichen: "Da kann sich ja zurzeit jeden Tag etwas ändern."

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