Eine Ausstellung im Akki in Oberbilk zeigt Kindern, wie man sich über Geräusche besser ausdrücken kann.

Eine Ausstellung im Akki in Oberbilk zeigt Kindern, wie man sich über Geräusche besser ausdrücken kann.
Die Kinder der Friedrich-von-Bodelschwingh–Schule hören genau zu.

Die Kinder der Friedrich-von-Bodelschwingh–Schule hören genau zu.

MZ

Die Kinder der Friedrich-von-Bodelschwingh–Schule hören genau zu.

Klänge gehören zum alltäglichen Leben. Sie helfen bei der Orientierung in der Umwelt und beim Ausdruck von Empfindungen. Sie sind immer da, aber nicht immer werden sie wahrgenommen. Die Ausstellung „Schon gehört?-Musik, Geräusche und Klang“ im Akki an der Siegburger Straße soll die unterschiedlichen Ausdrucksmöglichkeiten mit Geräuschen vor allem Kindern näher bringen. Über 30 Objekte und Installationen werden vorgestellt.

An der Flüsterschüssel probiert es Vivien von der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule in Neuss mit einem Hallo. Obwohl man es kaum verstehen kann, wenn man direkt daneben steht, kann Joel es knapp 20 Meter entfernt an der zweiten Flüsterschüssel hören. „Der Spiegel reflektiert den Schall. Das Prinzip ähnelt dem einer Taschenlampe“, erklärt Georg Frangenberg. „Durch die Ausstellung lernen die Kinder, ihre Ausdrucksmöglichkeiten deutlich zu verbessern.“

An der nächsten Station lernen die Kinder, wie man verschiedene Geräusche alltäglichen Arbeitsabläufen zuordnen kann. Gehen, atmen, kauen, fegen oder ein tropfender Wasserhahn. All dies müssen die Kinder erkennen.

Zentrales Ausstellungsstück zum Thema „Rhythmus“ ist eine große mechanische Rhythmusmaschine. Mit Stiften werden auf ihrer Walze verschiedene Rhythmen nach eigenen Vorstellungen festgelegt. Durch die Möglichkeit der endlosen Wiederholung ist ein Samba genauso zu realisieren, wie auch aus einer ganz zufälligen Anordnung der Stifte ein Rhythmus entsteht.

Kann man Wasser durch Geräusche in Bewegung bringen?

Laura Meier führt durch die Ausstellung und fragt die Kinder: „Glaubt ihr, dass man Wasser durch Reibung zum Springen bringen kann?“ Natürlich sind die Kinder sehr skeptisch. Doch Laura beweist ihre These. Sie reibt mit ihren nassen Händen an den Griffen der Schale, durch die Geräusche wird das Wasser in Bewegung gesetzt. Es sieht aus, als ob es springen würde. Shayma ist völlig überrascht: „Ich hätte nie gedacht, dass man mit Krach das Wasser bewegen kann und das so deutlich spürt.“

Lehrerin Jessica Schachenberg freut sich, dass ihre Schützlinge mit so viel Eifer bei der Sache sind: „Hier dürfen sie anfassen, probieren und handeln. Sie lernen viel mehr und sind auch viel konzentrierter, als wenn ich ihnen etwas in der Schule erzähle.“

Die Ausstellung ist noch bis zum 23. Februar zu sehen. Etwa 8000 Anmeldungen sind bei Georg Frangenberg schon eingegangen. „Wer interessiert ist, der sollte sich jetzt anmelden. Denn zum Ende hin knubbelt es sich wahrscheinlich sehr. Da kann es zu Wartezeiten von bis zu zwei Stunden kommen.“

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