An Weihnachten und Silvester gab es viele Taten. Doch sie können den positiven Trend 2013 nicht stoppen.

Einbrecher nutzen besonders die dunkle Jahreszeit. Doch 2013 sank die Zahl der Taten.
Einbrecher nutzen besonders die dunkle Jahreszeit. Doch 2013 sank die Zahl der Taten.

Einbrecher nutzen besonders die dunkle Jahreszeit. Doch 2013 sank die Zahl der Taten.

dpa

Einbrecher nutzen besonders die dunkle Jahreszeit. Doch 2013 sank die Zahl der Taten.

Düsseldorf. Am 11. November hebeln zwei Männer die Balkontür eines Hauses in Urdenbach auf, werden von den heimkehrenden Bewohnern gestört. Einen Tag später steigen Einbrecher durch ein auf Kipp stehendes Fenster in eine Werstener Wohnung ein, erbeuten Bargeld. Am 30. November beobachtet eine Frau in Hamm, wie Täter vom Balkon ihrer Nachbarin springen und in einem Auto flüchten, am 1. Dezember wird ein Einfamilienhaus in Gerresheim heimgesucht, dessen Bewohner einen Einbrecher in seinem Schlafzimmer überrascht. Am 18. Dezember nehmen Täter aus einem Haus an der Cecilienallee einen 140 Kilo schweren Tresor mit.

Diese Fälle sind nur ein kleiner Auszug aus dem Polizeibericht und zeigen: Die dunkle Jahreszeit ab Anfang November ist die Hochsaison der Einbrecherbanden. Und besonders gern haben sie die Weihnachtstage und den Jahreswechsel. „Zu diesen Zeiten kommen die reisenden Täter in die Städte, weil sie fette Beute und günstige Tatgelegenheiten erwarten“, erklärt Polizeisprecher Markus Niesczery. Viele Menschen seien zu Besuch bei Verwandten oder sogar verreist – die Wohnungen und Häuser verwaist.

Bislang wurden der Polizei allein für den 24. bis 26. Dezember 40 Einbrüche gemeldet, im Zeitraum vom 31. Dezember bis zum 1. Januar 30 Taten – im Vorjahr waren es 48 und 31. Niesczery geht aber davon aus, dass viele Einbrüche noch überhaupt nicht bemerkt wurden: „Wir gehen davon aus, dass die Zahlen – wenn alle Düsseldorfer wieder aus dem Urlaub zurück sind und die Einbrüche gemeldet wurden – wieder auf dem Vorjahresniveau liegen.“

Projekte und Aktionstage: Viel ist in Düsseldorf passiert

Es ist ein aus Ermittlersicht ärgerlicher Abschluss für ein Jahr, das ansonsten so erfolgreich verlief: Während die Zahl der Einbrüche in ganz NRW im ersten Halbjahr 2013 um vier Prozent stieg, sank sie in Düsseldorf laut Kriminaldirektor Frank Kubicki um 13,5 Prozent (von 1764 auf 1526 Taten).

Offenbar stehen die Chancen gut, dass dieses Minus im zweistelligen Prozentbereich bis zum Ende des Jahres gehalten hat – trotz der hohen Fallzahlen in den Weihnachtsferien. Denn: Im November und Dezember 2012 hatte es insgesamt rund 800 Einbrüche gegeben. Im vergangenen Jahr seien es in diesen Monaten aber „erheblich weniger“ gewesen, so Niesczery. „Normalerweise verhageln uns die letzten beiden Monate eines Jahres die Statistik – das ist jetzt aber nicht so“, erklärt er. „Wir sind davon überzeugt dass es uns mit großen Anstrengungen, personalintensiven Konzepten und Aktionstagen gegen Einbrecher gelungen ist, die Einbruchszahlen 2013 insgesamt zu reduzieren.“

Die Zahl der Einbrüche war bis 2011 stark gestiegen: Verzeichnete die Polizeistatistik 2007 noch 1644 Fälle, so waren es auf dem Höhepunkt im Jahr 2011 3350 Taten.

Bereits 2012 war der Trend aber positiv: Die Zahl sank um rund vier Prozent auf 3205 Einbrüche.

In der Tat ist einiges passiert im Düsseldorfer Präsidium. Das Einbruchskommissariat wurde laut Kubicki verstärkt, zusätzlich für das Projekt Anstiegsdelikte – neben Einbrüchen auch für die Bekämpfung der Taschendiebstähle und Autoaufbrüche zuständig – Personal zusammengezogen. Seit November 2013 gab es neben der landesweiten Aktionswoche zur Aufklärung über Einbruchsschutz in Düsseldorf schon zwei Aktionstage, bei denen Hotels und Wohnhäuser auf bekannte Tätergruppen durchkämmt und verdächtige Autos auf der Autobahn gestoppt wurden. Ein Engagement, das die Düsseldorfer Polizei auch im neuen Jahr fortsetzen will.

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