Ein neues Boot kostet so viel wie ein kleiner Neuwagen. Die WZ gibt ein paar Einsteiger-Tipps.

Auch Mariner lockt Neulinge mit günstigen Preisen.
Auch Mariner lockt Neulinge mit günstigen Preisen.

Auch Mariner lockt Neulinge mit günstigen Preisen.

Bei der Sailart-Werft gibt’s Einsteigerboote mit Kajüte ab 17 900 Euro – Extras exklusive.

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Auch Mariner lockt Neulinge mit günstigen Preisen.

Düsseldorf. Trendsport hin, Trendsport her – das Kernelement der boot ist und bleibt das Boot. Wer schon mal mit einer Jolle auf einem Binnensee unterwegs war, will irgendwann etwas Größeres, Überdachtes. Also ein Kajütboot. Was bietet die Messe dem Einsteiger? Wir haben uns in den Hallen 16 und 17 umgesehen, wo es viele Anbieter gibt.

Mit rund 3.000 verkauften Exemplaren ist die Fam laut Eigenwerbung der meistverkaufte Jollenkreuzer Deutschlands. Schon für 14.000 Euro gibt’s ein segelfertiges Schiffchen, 5,40 Meter lang mit einer kleinen Kajüte, in der zwei Personen schlafen können. „Das Konzept war ursprünglich auf junge Familien ausgelegt, aber inzwischen sind eher rüstige Menschen ab 60 unsere Kunden“, sagt Werft-Chefin Agnes Gruben.

Vorteil: Man könne das Boot mit in den Urlaub nehmen, es sei gut trailerbar. Zubehör wie Trailer (für Nichtsegler: Anhänger, auf dem das Boot transportiert wird), Außenborder oder Spiritus-Kocher kosten allerdings schnell ein paar Tausender zusätzlich.

Eine gute Ausstattung kann fast so teuer sein wie das Boot selbst

Also: Bei Interesse immer darauf achten, was im Preis enthalten ist. Für eine vernünftige Ausstattung ist oft knapp das Doppelte des eigentlichen Kaufpreises zu veranschlagen.

Auch Frank Störck, Inhaber der Erftstadter Werft Sailart, hat als Zielgruppe eher ältere Menschen: „Junge Familien mit Kindern kaufen sich eher ein Haus als ein Boot.“ Er bietet mit einem 5,10 Meter langen Kajütboot „mit das Kleinste, was es auf dem Markt gibt“ – für 17.900 Euro.

Damit sei man auf Binnengewässern gut aufgehoben. In der 6-Meter-Klasse (25.900 Euro) geht es mit einer großen Kajüte und vier vollwertigen Kojen schon etwas hochwertiger zu. „Auch die kleinen Schiffe werden immer komfortabler, das wollen die Kunden so“, weiß Störck. Für ihn ist die boot ein wichtiger Marktplatz: „Wir machen kaum Marketing, das hier ist unsere Hausmesse.“

Ein Verkäufer von Mariner sagt: „Das Segment der Kleinboote war in der Krise tot. Jetzt sind wir wieder da.“ Die Kunden kämen hauptsächlich aus dem Mittelstand. Dem kann es dann doch nicht so ganz schlecht gehen.

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