Neue Wohnungen rund um das Dürer-Kolleg und andere Bauprojekte in Benrath werden zur Herausforderung,

Für Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Graf sind Baustellen ein Zeichen von Entwicklung.
Für Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Graf sind Baustellen ein Zeichen von Entwicklung.

Für Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Graf sind Baustellen ein Zeichen von Entwicklung.

Judith Michaelis

Für Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Graf sind Baustellen ein Zeichen von Entwicklung.

Düsseldorf. Auf dem ehemaligen Thyssen-Krupp-Gelände haben die Bagger nur über die Feiertage Pause gemacht. Seit letztem Jahr wird dort an einem der größten Projekte in Benrath gebaut, dem Albrecht-Dürer-Kolleg. Ab 2018 sollen dort täglich bis zu 1500 Schüler ein- und ausgehen. Großbaustellen wie diese waren im Süden letztes Jahr das große Thema für Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Graf – und werden es bleiben.

„Im Süden wird derzeit viel gebaut. Insbesondere Benrath wandelt sich.“ Letztes Jahr ging es zunächst darum, die Pläne der Stadttochter IDR (Industrieterrain Düsseldorf Reisholz AG) auf dem Paulsmühlen-Gelände unter Dach und Fach zu bekommen. „Das Gebiet musste unter anderem auf Altlasten hin geprüft und saniert werden“, sagt Karl-Heinz Graf. Das Projekt samt Sporthalle für den Stadtteil kostet rund 70 Millionen Euro. Im Herbst war die Grundsteinlegung.

Die Schule ist bislang in einem mittlerweile maroden Gebäude am Fürstenwall untergebracht. Die Räume werden heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht, zudem reicht der Platz nicht mehr aus. Das Kolleg weicht bislang auf Räume in Heerdt und in der Grundschule Konkordiastraße aus. Am neuen Standort sind jetzt fast täglich Fortschritte zu sehen, auch im Winter wird weitergebaut. Das Parterre-Geschoss steht schon fast. Wenn alles nach Plan läuft, können im Jahr 2018 die Schüler nach Benrath umziehen.

Wohnungsbau und Verkehr bleiben Themen im Stadtteil

Auch das Wohngebiet Südlich der Paulsmühlenstraße wächst. Dort ist eine Mischung vorgesehen aus rund 400 teils geförderten, preisgedämpften und frei finanzierten Mietwohnungen sowie Eigentumswohnungen. „Auch hier ist alles fertig geplant und wir können zusehen, wie nach und nach alles wächst.“ Dass sich der Stadtteil entwickelt, gefällt dem Bezirksbürgermeister gut. Mit den Projekten ist die Arbeit an den Großbaustellen im Süden aber noch lange nicht abgeschlossen.

Während auf dem Mühlenareal bald die ersten Gebäude stehen, wirft der Bezirksbürgermeister einen Blick auf weitere Wohnungen, die an anderer Stelle unmittelbar rund um die Schule kommen sollen. „Diese Pläne werden nächstes Jahr zur großen Herausforderung. Das Gebiet ist dafür laut Bebauungsplan nicht vorgesehen. Viele Fragen sind zu klären. Wir müssen beispielsweise sehen, wie sich der Lärmschutz mit den Vorhaben vereinbaren lässt“, erklärt Graf. „Die Firmen in der Nachbarschaft spielen dabei eine Rolle. Es geht um eine machbare Koexistenz.“

Wenn große Bauprojekte wie diese wachsen und ab dem Jahr 2018 rund 1500 Schüler täglich nach Benrath pendeln, gelte es auch, den Verkehr gut zu steuern. Graf freut sich, dass der RRX-Halt in Benrath viel auffangen wird. Bei den Straßen sieht das noch anders aus. „Das Thema Verkehr wird uns nächstes Jahr auf jeden Fall noch länger beschäftigen“, sagt Graf.

Immer wieder beschäftigt auch der Benrather Marktplatz die Anwohner und die Politiker. Dass er zur Cäcilienstraße hin so offen ist, sich an Tagen ohne Marktbuden verläuft, das stört viele. Eine eigene Marktinitiative setzt sich für eine schönere Gestaltung ein, wirbt mit mehr Grün. Das Problem: die Vorschriften. Auf dem Platz geht vieles nicht – teils ist es einfach zu eng, zum Beispiel für neue Bäume. „Wir setzen uns nächstes Jahr mit allen Beteiligten und Interessierten zusammen, um gemeinsam weiter zu planen.“

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