In Düsseldorf beginnt die Zeit der großen Wettbewerbe – für die Kesselstraße, den Bahnhofsvorplatz und die längere Promenade.

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Möglicher Brückenschlag von der Spedition- zur Kesselstraße.   Simulation: ingenhoven architects

Möglicher Brückenschlag von der Spedition- zur Kesselstraße.   Simulation: ingenhoven architects

Möglicher Brückenschlag von der Spedition- zur Kesselstraße.   Simulation: ingenhoven architects

Düsseldorf. Sicher, die ganz großen Neuigkeiten hatte OB Thomas Geisel am Mittwoch nicht zu verkünden. Doch das heißt sicher nicht, dass in Düsseldorf nach Kö-Bogen und Wehrhahnlinie die großen Zeiten des Stadtumbaus vorüber wären. Im Gegenteil. Im Abstand von nur einem halben Jahr zwischen den Immobilienmessen in Cannes und München lassen sich nun mal nicht jedes mal Sensationen präsentieren. Dafür dauern Bauplanungen zum einen zu lang, zum anderen musste die Stadt zuletzt stärker aufs Geld achten. Auch deswegen landeten Projekte wie die Erneuerung des Konrad-Adenauer-Platzes oder die Verlängerung der Rheinuferpromenade nicht ungern auf der langen Bank.

Doch nun sind gleich an vielen Stellen weitere große Umbauten auf den Weg gebracht. Die Zeit der Wettbewerbe ist angebrochen. Etwa für die von Geisel angekündigte Kulturmeile samt Promenaden-Verlängerung und auch für den Bahnhofsvorplatz. Gleich in dessen Nachbarschaft tut sich zudem mit umfassenden Neubauprojekten an der Moskauer (noch in diesem Jahr Baustart für 1000 Wohnungen) und der Harkortstraße eine Menge.

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Platz zum Flanieren am Fuß der Wohntürme an der Speditionstraße. Simulation: hhvision

Noch ein wichtiger Wettbewerb steht bevor – und zwar für die Kesselstraße. Der Medienhafen wird weiter wachsen. Und besser vernetzt. Zumindest wenn der von Architekt Christoph Ingenhoven wieder aufgegriffene und neu vorgeschlagene Brückenschlag von Landzunge zu Landzunge gelingt. Eine neue Landmarke ist bereits an der Speditionstraße im Bau, mit den Apartment-Türmen „Win Win“. Daneben entsteht „The Cradle“ aus wiederverwertbaren Materialien, wofür es jetzt auf der Mipim den „Future Award“ des renommierten Architekturmagazins „Architectural Review“ gab.

Und noch an weiterer prominenter Stelle dürfte es in Kürze Neues geben. Die Mietverträge im alten Gebäude „Alte Leipziger Hallesche“ am Rande des Kö-Bogens sind gekündigt. Fehlt nur noch ein Einsehen der Eigentümer an der Tuchtinsel.

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Hinterm Bahnhof entstehen an der Harkortstraße auch Hotels. Simulation: greeen! architects

 

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An der Moskauer Straße werden ab diesem Jahr Wohnungen gebaut. Simulation: Frankonia

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