Mehr als zehn Jahre nach dem Aus für Monkey’s Island wird eine neue Fläche am Rhein gesucht. Für einen Strand mit Gastronomie und möglichst auch einem Pool.

Der Strand von Monkey’ s Island war von 2003 bis 2006 geöffnet. Er musste dem Hotel- und Bürobau an der Hafenspitze weichen. Archiv
Der Strand von Monkey’ s Island war von 2003 bis 2006 geöffnet. Er musste dem Hotel- und Bürobau an der Hafenspitze weichen. Archiv

Der Strand von Monkey’ s Island war von 2003 bis 2006 geöffnet. Er musste dem Hotel- und Bürobau an der Hafenspitze weichen. Archiv

W. Meyer

Der Strand von Monkey’ s Island war von 2003 bis 2006 geöffnet. Er musste dem Hotel- und Bürobau an der Hafenspitze weichen. Archiv

Düsseldorf. Als im Oktober 2006 der Hafenstrand Monkey’s Island schließen und das Gelände an der Spitze der Speditionstraße besenrein übergeben werden musste, waren Protest und Trauer vieler Düsseldorfer groß. Die Stadt hatte das begehrte Gelände im Hafen verkauft, seit 2010 stehen hier die Hochhaustürme mit dem Hyatt-Hotel und Büros. Seit mehr als zehn Jahren aber sucht die Politik nach einem Ersatz für den Strand mit Gastronomie.

Fläche soll bis Oktober feststehen, angestrebte Eröffnung schon 2018

So stellten die Grünen bereits im Februar 2007 den Antrag im Stadtrat, die Stadt möge eine Ersatzfläche für die Hafen-Strandbar suchen. Damals scheiterten sie, die Koalition von CDU und FDP lehnte dies ab. Heute sind die Mehrheitsverhältnisse anders. Und so stellte die Ampelkoalition von Grünen, SPD und FDP für die Ratssitzung am Donnerstag einen Antrag. Danach soll die Verwaltung nun zügig eine mindestes 1000 Quadratmeter große Fläche finden „für eine urbane Gastronomie mit Strandcharakter“. Die Grünen, die die Federführung bei dem Antrag haben, schlagen den „Paradiesstrand“ oder die Park-Landzunge am Parlamentsufer vor, jedenfalls soll die Stadt eine geeignete Fläche finden. Dies möglichst bis Oktober, damit bereits im kommenden Jahr der Strand eröffnet werden kann.

Die zuvor lange diskutierte Idee, ein Schwimmbad im Rhein zu bauen, hat man inzwischen verworfen. Hauptproblem sei die hohe Fließgeschwindigkeit des Rheines, der Bau sei somit sehr teuer. So ist die Idee des Badeschiffs nun verworfen und der Bau eines Stadtstrandes, möglichst mit kleinem Pool, aktuell. Er soll gut erreichbar sein und für Events sollen verlängerte Sondernutzungen möglich sein.

Auch die CDU-Opposition ist nun, anders als 2007, für die Prüfung eines geeigneten Geländes am Rhein. Fraktionschef Rüdiger Gutt: „Wir begrüßen das sehr, so etwas passt sehr gut zu Düsseldorf.“ Allerdings müsse solch’ ein Stadtstrand privat betrieben werden. Das sieht allerdings auch die Ampelkoaliton in ihrem Antrag vor. Ist die Fläche gefunden, soll das Projekt ausgeschrieben werden.

Einer, der sich sehr dafür interessiert, ist Sven Kukulies. Der Veranstalter des Open-Air-Kinos am Rheinpark betreibt dort nun im dritten Jahr einen Beachclub, der bei schönen Wetter bereits mittags öffnet. Der laufe prima. „Es wird aber nicht einfach, einen Stadtstrand kostenneutral zu betreiben“, sagt Kukulies. Der Düsseldorfer spricht davon, dass so ein Angebot natürlich extrem wetterabhängig sei. „Das Konzept muss genau durchgerechnet werden“, sagt Kukulies. Das betreffe vor allem die Infrastruktur (Ent- und Versorgung), Personal, Mobiliarlagerung, Bewachung und vieles mehr.

Trotz aller Berechnungen der Kosten müsse man aber dann nicht zwangsläufig Eintritt für einen Stadtstrand erheben, meint Kukulies. Für so ein charmantes Projekt könnte man Partner und Sponsoren finden. An dem Standort sollten auch Partys und Livemusik möglich sein, das würde die Wirtschaftlichkeit erhöhen. Für Kukulies steht aber fest, dass „Düsseldorf ein solcher Stadtstrand im Angebot fehlt.“

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