Es hat fast nicht geregnet: Der Rhein ist niedrig wie selten im Frühjahr, die ersten Sprenkler laufen.

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So sieht man den Rhein von Oberkassel: Jahrzehntelang stand der Strom um diese Jahreszeit nicht mehr so niedrig wie zurzeit.

So sieht man den Rhein von Oberkassel: Jahrzehntelang stand der Strom um diese Jahreszeit nicht mehr so niedrig wie zurzeit.

Judith Michaelis

So sieht man den Rhein von Oberkassel: Jahrzehntelang stand der Strom um diese Jahreszeit nicht mehr so niedrig wie zurzeit.

Düsseldorf. Das Rheinland gehört ja nun leider nicht zu den regenärmsten Landstrichen der Republik – umso überraschender das Wetter der vergangenen Wochen. Während man sonst im ausklingenden Winter in Düsseldorf nicht ohne Schirm das Haus verlassen sollte, hat es nun für längere Zeit so gut wie gar nicht geregnet. Die meisten freut die Sonne – nur manche wünschen sich Regen.

Guido Halbig vom Deutschen Wetterdienst in Essen kann die Beobachtung bestätigen: „Abgesehen von ein paar Tropfen hat es im gesamten Monat in Düsseldorf nur am 18. März geregnet.“ Bisherige Bilanz: 12,3 Millimeter Niederschlag, das sind weniger als 20 Prozent dessen, was durchschnittlich im März vom Himmel fällt. Prognosen für die kommenden Wochen lassen sich daraus aber keinesfalls ableiten. Am vorletzten Märztag, soll es dann doch noch Niederschlag geben. Für die nächsten Tages ist allerdings wieder mit Sonne zu rechnen.

Nach trockenem Wetter weiter im Süden sieht in diesen Tagen auch der Rhein aus, bei 1,55 Meter stand der Pegel in Düsseldorf am Dienstag. Laut Jan Böhme vom Wasser- und Schifffahrtsamt liegt der Wert deutlich unter dem Jahresdurchschnitt, aber noch im grünen Bereich. Die Schifffahrt müsse sich noch keine Gedanken machen. Bemerkenswert sei der Wert aber für die Jahreszeit: „Da rechnet man sonst eher mit Hochwasser.“ Für einen März zeige der Pegel in der Statistik der letzten 25 Jahre den niedrigsten Wert überhaupt an.

Der Bauer in Hamm findet das Sonnenwetter weniger gut

Für die Natur ist die Regenarmut der vergangenen Tage noch kaum von Bedeutung. Laut Silke Wiebrock vom Gartenamt wird bisher noch nicht zusätzlich gegossen, im Boden sei noch viel Feuchtigkeit vom Winter. Nur die frisch gesetzten Blumen bekommen wie jedes Jahr Wasser.

Anders sieht es aber in der Landwirtschaft aus. Beim Bauer van der Wingen in Hamm wurde in den vergangenen Tagen schon zusätzlich gewässert. „Das ist vor allem bei den Neuanpflanzungen wie Salat, Kartoffeln oder Kohl notwendig“, heißt es von dem Hof. Das sei schon ungewöhnlich, denn sonst sei das Wetter im Frühjahr „deutlich abwechslungsreicher“.

Die Gründe für den niedrigen Stand des Rheins sind laut Wasser- und Schifffahrtsamt schwer zu benennen. Zwei Faktoren spielten eine Rolle: wie viel Wasser aus den Alpen kommt, etwa durch Schneeschmelze, und wie viel durch Zuflüsse aus den Mittelgebirgen.


Die Natur erwacht zusehends aus dem Winterschlaf, nach den Krokussen prägen nun vor allem die Narzissen das Stadtbild. Die Kirschblüte ist schön am Räuscher Weg oder in der Ziethenstraße zu beobachten. Auch die prächtige Magnolienblüte steht bevor.

Das haben offenbar auch die Kleingärtner bemerkt. Ihr Düsseldorfer Vorstand Peter Vossen hat zuletzt schon einige Rasensprenkler in Aktion gesehen. Dirk Turkenburg vom gleichnamigen Gartencenter in Hubbelrath hat ebenfalls deutlich mehr wässern müssen. Ein Problem hat er damit keineswegs: „Das Wetter ist gut so, da verkaufen wir mehr.“

© WhatsBroadcast

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