Unter der Regie von Martin Grünheit inszeniert das Junge Schauspiel eine Geschichte über Angst und Mut für Kinder ab 4 Jahren.

Unter der Regie von Martin Grünheit inszeniert das Junge Schauspiel eine Geschichte über Angst und Mut für Kinder ab 4 Jahren.
Eine Szene aus „Der kleine Angsthase“.

Eine Szene aus „Der kleine Angsthase“.

Anton (5) und Jakob (3) mit Großmutter Hildegard Klopotek: „Ich fand es toll. Der Angsthase hat mir besonders gefallen, weil er auch Anton heißt. Anderen sollte man keine Angst machen.“ (Anton)

Benedict (3) mit Eltern Victoria und Stephan Petzold: „Der Kleine hatte sichtlich seinen Spaß. Die Darsteller haben ihren Job wirklich gut gemacht gemacht. Uns hat es richtig gut gefallen.“ Fotos (3): jk

Jacob Funk (4) mit Großvater Werner Landwehr: „Uns hat es sehr gut gefallen. Besonders das Thema Angst ist für Kinder wertvoll. Das Stück war nicht nur für den Kleinen, sondern auch für uns unterhaltsam.“

David Baltzer, Bild 1 von 4

Eine Szene aus „Der kleine Angsthase“.

Schrill und bunt inszeniert das Junge Schauspiel „Der kleine Angsthase“, den Kinderbuchklassiker aus dem Jahr 1987 von Elisabeth Shaw. Ob vor Hunden, vor Räubern, vor der Dunkelheit oder vor Wasser – Anton, der kleine Angsthase, hat vor allem Angst. Als dann auch noch der Fuchs ins Dorf geschlichen kommt, will die Hasenoma den kleinen Anton am liebsten gar nicht mehr aus dem Haus lassen. Auf humorvolle Art zeigt Regisseur Martin Grünheit seinem jungen Publikum, wie Anton schließlich die Angst überwindet. Diese wird in seinem Stück von einer Krake mit langen Armen dargestellt, die immer wieder aus dem Nichts auftaucht und Panik verbreitet.

Martin Grünheit achtet bei seiner Inszenierung darauf, dass auch kleine Kinder verstehen können, was auf der Bühne geschieht. „Theater für Kinder dreht sich mehr um die Sinne und ist sprachlich weniger komplex“, sagt er. Trotzdem hat er es geschafft, dass sein Stück auch für Erwachsene einige lustige Momente bereithält. So kam die Inszenierung sowohl beim kleinen als auch beim großen Publikum sehr gut an. Der vierjährige Jacob, der mit seinen Großeltern das Junge Schauspiel besuchte, hat viel gelacht: „Es hat Spaß gemacht und war sehr lustig.“ Zwischenzeitlich hatte er zwar ein bisschen Angst, doch so hat er auch gelernt, „dass man eigentlich gar keine Angst haben muss“.

Ein bisschen Angst war im Publikum wirklich zu spüren

Der kleine Angsthase hat Jacobs Großvater, Werner Landwehr, besonders gefallen: „Es war wirklich unterhaltsam und zugleich lehrreich. Gerade das Thema Angst ist ein wertvolles Thema für Kinder, da sie verstehen, worum es geht. Überrascht hat mich, dass einige der Gags eigentlich an die Erwachsenen gerichtet waren, so dass es für uns auch sehr lustig war.“

Dass das Geschehen auf der Bühne den Kindern zuweilen tatsächlich ein bisschen Angst macht, war spürbar. Doch diese Momente, gefolgt von Witz und Humor, machen die Moral der Geschichte umso deutlicher.

So empfanden es auch Victoria und Stephan Petzold, die mit ihrem dreijährigen Sohn Benedict im Publikum saßen. „Uns hat es gut gefallen und der Kleine hatte sichtlich seinen Spaß. Ein paar Dinge hat er mit drei Jahren vielleicht noch nicht ganz verstanden, aber ich glaube, er hat etwas gelernt“, sagt Victoria Petzold. Ihrem Mann Stephan gefiel vor allem die abstrakte Umsetzung der bekannten Kindergeschichte: „Man bekommt so einen ganz anderen Zugang zur Geschichte, weil sie so fantasievoll dargestellt wird. Wir Erwachsenen verstehen das Stück, weil wir die Hintergründe verstehen. Als Kind versteht man die Geschichte auf einer Ebene, die wir uns gar nicht mehr vorstellen können.“ Gerade deshalb findet er Theaterstücke für Kinder wichtig: „ Ich finde es schön, solche Dinge für Kinder zu machen. Je abstrakter desto besser.“

Auch der fünfjährige Anton konnte sich in dem kleinen Angsthasen wiederfinden und das nicht nur weil er seinen Namen trägt: „Manchmal hat man ein bisschen Angst, aber man kann lernen, sie zu überwinden.“ Auch er hat sich anfangs ein wenig vor der Krake gefürchtet. Dass Kinder aus der Aufführung etwas lernen können, hat seine Großmutter, Hildegard Klopotek, besonders gefreut: „Man kann Angst haben, aber man soll anderen Kindern keine machen. Das ist eine gute Lehre.“ Ausflüge ins Theater kommen bei den Kindern immer gut an. Klopotek ist jedes Mal begeistert darüber, wie ruhig die Kinder sein können: „Selbst wenn sie sonst etwas zappelig sind, sobald sie im Theater sitzen, sind sie ruhig und verfolgen aufmerksam das Geschehen auf der Bühne.“ Die Aufführung habe mit etwa 45 Minuten deshalb genau die richtige Länge für die Kleinen. Für ihren Ehemann Friedrich Klopotek bieten Aufführungen wie der kleine Angsthase einen spielerischen Einstieg in die Welt des Theaters: „Wir sprechen danach natürlich mit den Kindern über das Stück und sehen, ob sie alles verstanden haben. Es macht Freude zu sehen, wie viel Spaß sie dabei haben. Deshalb haben wir auch früh damit angefangen, ihnen vorzulesen und mit ihnen ins Theater zu gehen.“

Info: Die nächsten Aufführungen findet am 9. und 10. Januar, jeweils um 10 Uhr an der Münsterstraße 446 statt.

dhaus.de/programm/a-z/der-kleine-angsthase/

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