Nach dem Weihnachtsmarkt zeigen sich unschöne Kontraste. Die Stadt glaubt, der Schmutz lasse sich lösen.

pflaster
Gerade erst neu verlegt – und schon schmuddelig: Das neue Pflaster auf dem Schadowplatz weist großflächig Flecken auf.

Gerade erst neu verlegt – und schon schmuddelig: Das neue Pflaster auf dem Schadowplatz weist großflächig Flecken auf.

Melanie Zanin

Gerade erst neu verlegt – und schon schmuddelig: Das neue Pflaster auf dem Schadowplatz weist großflächig Flecken auf.

Düsseldorf. Wer in der Stadt ein neues Straßenpflaster verlegt, muss hart im Nehmen sein. Denn oft sieht das Ganze schon nach kürzester Zeit buchstäblich alt aus. So auch in Düsseldorf – in der Altstadt und jetzt auch auf dem Schadowplatz. Dort wurden neue, helle Steinplatten erst im September verlegt.

Der Boden auf dem Platz wirkt aber, als sei hier 40 Jahre lang nichts geschehen: Große dunkle Flecken liegen neben hellen Inseln. Mit Wasser haben sie leider nichts zu tun. Sichtbar wurden die unschönen Kontraste, nachdem der – umstrittene – neue Weihnachtsmarkt verschwunden war.

Bei der Stadt macht man sich deshalb aber offenbar keine größeren Sorgen. „Experten vom Amt für Verkehrsmanagement haben den Platz jetzt genau angeschaut. Das unterschiedliche Erscheinungsbild des Pflasters hängt sicher davon ab, wo Buden standen und wo nicht“, sagt Stadtsprecher Manfred Blasczyk.

Die Verschmutzung des neuen Platzbelages werde bei entsprechender Reinigung durch die Awista „beziehungsweise durch die allgemeine Witterung“ weitgehend verschwinden, glaubt die Stadt.

Allerdings hatte Andrea Blome, die Leiterin des zuständigen Amtes für Verkehrsmanagement, vor Jahren auch für das neue (und sogleich verschmutzte) Altstadtpflaster eine problemlose Reinigung mit Spezialseife angekündigt. Doch von Sauberkeit findet sich auf den Altstadtstraßen kaum eine Spur.

Dafür hat die Stadt zwei andere „Problemfelder“ auf dem Schadowplatz abgeräumt. Nach etlichen Protesten wurden mittlerweile für beide Fahrtrichtungen je zwei Sitzbänke an der Straßenbahnhaltestelle Jan-Wellem-Platz installiert.

Komplett weggeräumt wurden die Sicherheitsgitter, die man im dichten Weihnachtstrubel entlang der Bahngleise aufgebaut hatte. Verkehrsdezernent Stephan Keller hatte sie mit Blick auf die Fußgängersicherheit zunächst als absolut notwendig bezeichnet.

Kö-Bogen-Investor Stefan Mühling (Die Developer) sowie die Geschäftsleute hingegen beschwerten sich, weil die massiven Absperrgitter die Sicht auf die Geschäfte und den Zugang zu ihnen erschwerten. Dem Begehren gab die Stadt dann nach Weihnachten rasch und umfassend nach.

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