Bezirksbürgermeister Walter Schmidt sorgt sich um die Entwicklung des vernachlässigten Platzes hinter dem Bahnhof.

Bezirk 3
Walter Schmidt sorgt sich um den Zustand vieler Plätze. Archiv

Walter Schmidt sorgt sich um den Zustand vieler Plätze. Archiv

Walter Schmidt sorgt sich um den Zustand vieler Plätze. Archiv

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Walter Schmidt sorgt sich um den Zustand vieler Plätze. Archiv

Düsseldorf. Ein paar Projekte sind im alten Jahr im einwohnerstärksten Stadtbezirk 3 erledigt, einige lassen auf sich warten, und so will Bezirksbürgermeister Walter Schmidt mit dem Stadtteilparlament Druck machen. Das gilt vor allem für Oberbilk. Endlich ist zwar der Baustart für die große Turnhalle des Lessing-Gymnasiums erfolgt. Auch der Oberbilker Markt ist fertig. Doch Schmidt sieht weiteren Handlungsbedarf: „Wir Stadtteilpolitiker wollen unbedingt, dass am Markt auch etwas an die Geschichte des Stadtteils erinnert.“ Dazu werde man mit der Geschichtswerkstatt Kontakt aufnehmen.

Viel zu lange hat Schmidt auch die Umplanung für das Quartier M (heute „Living Central“) auf dem ehemaligen Postgelände zwischen Moskauer und Kölner Straße gedauert. Hier werden immerhin 1000 Wohnungen gebaut. Und in großer Sorge ist der CDU-Mann, dass der Bertha-von-Suttner-Platz hinter dem Hauptbahnhof „immer mehr vergammelt“. Insbesondere wenn die Zentralbücherei ausziehen wird. „Wir müssen da etwas anstoßen, der Platz muss dringend aufgewertet werden“, mahnt Schmidt in Richtung Rat und Verwaltung an. Ärgerlich findet er auch, dass für ein großes Grundstück am Sonnenpark noch immer kein Investor für 200 bis 300 Mietwohnungen gefunden wurde. Das schade auch der Entwicklung der Kölner Straße.

Im Mai soll endlich der Bau der Karolinger Höfe beginnen

In Bilk sieht Schmidt positive Zeichen. Nach dem Investorenwechsel im Frühjahr soll es nun endlich Bewegung auf dem ehemaligen Auto-Becker-Gelände geben. Ab Februar sollen die Ausschachtungen laufen und ab Mai soll der erste Bauabschnitt der „Karolinger Höfe“ entlang der Merowinger Straße beginnen. Insgesamt entstehen auf dem Areal 340 Wohnungen. Fertig werden 2016 auch die 40 barrierefreien Wohnungen des Gemeinschaftsprojektes am Moorenplatz.

Unglücklich über zwei Schandflecke ist Schmidt in der Friedrichstadt. Am Stresemannplatz komme der Eigentümer des ehemaligen Tankstellengeländes seinen Pflichten nicht nach. Es verfalle. Viele Beschwerden bekommt er über den Zustand des Mintropplatzes. Hier aber setzt Schmidt durch den städtebaulichen Wettbewerb für das Gelände an der Harkortstraße auf Besserung.

Richtig verärgert ist Schmidt über drei Entscheidungen des Stadtrates: Dass die Friedrichstraße erst 2018 bis 2020 umgestaltet werde, sei nicht im Interesse des Bezirks. Und für den Umbau des Aachener Platzes (Bilk) sowie den Neubau der Brücke am Aderkirchweg (Hamm) sei auch 2016 im Etat kein Geld vorgesehen. Für die aktuelle Diskussion der weiteren Bebauung im dörflichen Hamm fordert Schmidt von der Verwaltung ganz schnell ein Verkehrskonzept für den Stadtteil. Neue Hoffnung hat er, dass an der Plockstraße für die Hammer und wachsenden Stadtteil Hafen ein Supermarkt entstehen kann.

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