Die Kundgebung war nicht so gut besucht, wie die Veranstalter erhofft hatten.

Die Kundgebung war nicht so gut besucht, wie die Veranstalter erhofft hatten.
Viele Teilnehmer reisten am MIttwoch von außerhalb an, um gegen die ihrer Ansicht nach schlechte Personalsituation zu protestieren.

Viele Teilnehmer reisten am MIttwoch von außerhalb an, um gegen die ihrer Ansicht nach schlechte Personalsituation zu protestieren.

Sergej Lepke

Viele Teilnehmer reisten am MIttwoch von außerhalb an, um gegen die ihrer Ansicht nach schlechte Personalsituation zu protestieren.

Düsseldorf. Zu wenig Geld für Bildung und Schulen – in Düsseldorf ist das Thema in den vergangenen Jahren vor allem wegen des Ausbau- und Sanierungsstaus immer wieder in der Diskussion gewesen. Aber auch an der mangelnden personellen Besetzung gibt es viel Kritik. Die Düsseldorfer Elternschaft (EDS) hatte deshalb am Mittwoch zur Demonstration aufgerufen. Allerdings blieb die Teilnehmerzahl deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Rund 250 Teilnehmer versammelten sich am Nachmittag vor dem DGB-Haus am Hauptbahnhof, um von dort zum Landtag zu ziehen. Gekommen waren Eltern und Schüler nicht nur aus Düsseldorf, die EDS hatte landesweit für die Kundgebung geworben. „Spart nicht an unserer Zukunft!“, so eine der zentralen Botschaften, die immer wieder zu hören und zu lesen war.

An Schulen fällt Unterricht aus

Uwe Engelbracht war zum Beispiel mit seiner Frau und zwei Kindern aus Solingen angereist. Den Grund dafür fasste er so zusammen: „Es gibt viel zu wenige Lehrer, Unterricht fällt aus, Statistiken werden geschönt.“ Die Geduld sei am Ende, viele fühlten sich inzwischen von der Politik auf den Arm genommen.

Die Veranstalter kritisieren konkret, dass der Lehrermangel bei einer Stellenzuweisung von deutlich unter 100 Prozent praktisch schon einkalkuliert sei. Die EDS-Vorsitzende Berit Zalbertus wies zudem auf riesigen Herausforderungen für die Schule hin: die Inklusion, die seit Jahren läuft, die Integration von Flüchtlingen. Die EDS weist zudem auf ein Thema hin, das in der Öffentlichkeit wenig wahrgenommen wurde: Das Referendariat, also die Lehrerausbildung, wurde deutlich gekürzt.

An vielen Schulen wird der Befund aus der Elternschaft geteilt. Ralf Schreiber, Schulleiter am Goethe-Gymnasium: „Das trifft voll auf uns zu, wir sind im Moment bei einer Abdeckung von 92 Prozent.“ Bis Februar sehe er keine Aussicht auf Besserung, im Sommer gingen fünf Kollegen in Ruhestand.

Vor drei Jahren gingen Eltern schon einmal auf die Straße, vor dem Rathaus richtete die Wut sich vor allem gegen fehlende Investitionen der Stadt.

Das Gymnasium protestierte im September gegen Platzmangel.

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