Mehr als 5000 Sitzbänke gibt es in Düsseldorf. Wer will, kann auch eine verschenken.

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Dieses Geschenk sitzt: Marisa Klasen (stehend) hat ihrer Schwester Janina und deren Mann Roberto eine Sitzbank im Südpark zur Hochzeit geschenkt.

Dieses Geschenk sitzt: Marisa Klasen (stehend) hat ihrer Schwester Janina und deren Mann Roberto eine Sitzbank im Südpark zur Hochzeit geschenkt.

Bernd Schaller

Dieses Geschenk sitzt: Marisa Klasen (stehend) hat ihrer Schwester Janina und deren Mann Roberto eine Sitzbank im Südpark zur Hochzeit geschenkt.

Düsseldorf. So ein Geschenk bekommt wahrlich nicht jeder: Eine Sitzbank im Südpark hat Marisa Klasen ihrer Schwester Janina und deren Mann Roberto zur Hochzeit im September geschenkt.

„Die Idee war, kein materielles Geschenk zu schenken, sondern ein ideelles, von dem die beiden auch in vielen Jahren noch etwas haben. Eine Bank ist ein Ort, zu dem man immer wieder zurückkehren kann“, begründet Klasen. Der Standort – von der Bank aus blickt man direkt auf den großen Teich – befindet sich nur fünf Minuten von der Wohnung des Arzt-Ehepaares entfernt.

Er wurde gemeinsam mit den Experten vom Gartenamt ausgesucht. Klasen: „Beide waren von dem Geschenk absolut überrascht und haben sich sehr gefreut. Das gilt auch für die anderen Gäste, alle waren von der Idee begeistert.“

Klasen ist eine von jährlich ungefähr zehn Düsseldorfern, die eine öffentliche Sitzbank verschenken. Meist gibt es dafür zwei Gründe, weiß Thomas Eberhardt-Köster vom Gartenamt: Zum einen sei es ein originelles Geschenk, zum anderen könne der Spender den Standort mitbestimmen.

„Wir prüfen die Vorschläge, und wenn dem nichts entgegensteht, machen wir es wie gewünscht.“

Stadt investiert 300 000 Euro im Jahr für neue Bänke und Ersatz

Grundsätzlich glaubt Eberhardt-Köster, dass es in der Stadt genug Sitzbänke gebe. Insgesamt seien es mehr als 5000 im städtischen Grün – davon 3300 in den Parks und Grünanlagen, 1400 auf den Friedhöfen und 540 in den Wäldern.

Dazu kommen noch rund 300 Bänke in der Regie des Amtes für Verkehrsmanagement – etwa die neuen Modelle auf der Flinger Straße in der Altstadt. „Damit sind wir ganz gut ausgerüstet“, meint Eberhardt-Köster.

Beschwerden über fehlende Bänke gebe es zwar im Einzelfall immer wieder – solchen Hinweisen gehe man auch nach. „Die ganz großen Klagen, wie sie vielleicht noch vor zehn Jahren zu hören waren, gibt es heute nicht mehr.“

Zu den Stellen, wo es definitiv noch einen Mangel gibt, gehört indes die Westseite der Kö. „Wir prüfen zurzeit, ob wir dort welche installieren.“ Problem sei der knappe Platz.

Rund 300 000 Euro gibt das Gartenamt jedes Jahr für Neu- und Ersatzbeschaffungen sowie Reparaturen aus. Die sind leider nötig, weil es durch Verschleiß und Vandalismus regelmäßig Schwund gibt. Erst vor kurzem erneuert wurden etwa etliche Bänke an der Rheinuferpromenade.

Rund um den Rheinturm findet sich ein ganz neuer Sitztyp: Die alten Schalensitze aus Draht werden dort durch neue Gitter-Sitzbänke ersetzt.

Die Preise für eine neue Bank variieren übrigens je nach Modell. Die klassische Standardvariante kostet um die 300 Euro. An ausgewählten Orten werden auch aufwändigere Typen installiert für bis zu 1000 Euro je Exemplar, etwa im Nordpark oder im Benrather Schlosspark. Wünsche für neue Bank-Standorte nimmt das Gartenamt unter Telefon 899-4800 entgegen.

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