Sieger im Gestaltungswettbewerb gibt der Fassade ein gläsernes Gesicht mit Aussichtsplattform.

Die hohe Glasfassade hüllt den Schornstein ein, zugleich bietet die Aussichtsplattform in 45 Meter Höhe einen tollen Blick auf die Stadt.
Die hohe Glasfassade hüllt den Schornstein ein, zugleich bietet die Aussichtsplattform in 45 Meter Höhe einen tollen Blick auf die Stadt.

Die hohe Glasfassade hüllt den Schornstein ein, zugleich bietet die Aussichtsplattform in 45 Meter Höhe einen tollen Blick auf die Stadt.

Der größte Rahmen in der Gesamtansicht.

Sergej Lepke, Bild 1 von 2

Die hohe Glasfassade hüllt den Schornstein ein, zugleich bietet die Aussichtsplattform in 45 Meter Höhe einen tollen Blick auf die Stadt.

Düsseldorf. Dass Unternehmen bei einem schnöden Industriebau für die Gestaltung der Fassade einen europaweiten Architektenwettbewerb ausschreiben, ist ungewöhnlich. Die Stadtwerke haben es für ihr neues Gaskraftwerk auf der Lausward getan, am Montag wurde in der Turbinenhalle der Siegerentwurf vorgestellt: Er stammt vom Büro „Kadawittfeldarchitekur“ aus Aachen.

Wie berichtet, soll Ende 2015 im Hafen das modernste und effizienteste Gaskraftwerk der Welt an den Start gehen. Rund 650 Millionen Euro investieren die Stadtwerke dafür: „Es ist aber auch einfach ein sehr großes Gebäude in exponierter Lage, deshalb legen wir großen Wert auf das Äußere“, begründet Stadtwerkechef Udo Brockmeier.

Gregor Bonin, der Planungsdezernent der Stadt, der auch in der Jury saß, ist darüber „glücklich“: „Ein so hoher architektonischer Anspruch für einen Industriebau ist toll, das wird Furore machen.“

Im Kraftwerk werden auch Fotos der Band Kraftwerk platziert

Ob der siegreiche Entwurf auch für Furore sorgen wird, bleibt freilich abzuwarten. Er ist in erster Linie sachlich, ja nüchtern. Eine Fassade aus gut fünf Meter breiten Stahlrahmen wird den verschiedenen Teilen des neuen Kraftwerks ein gemeinsames „Kleid“ geben, die dazwischen liegenden, zwei Meter breiten Fugen werden nachts erleuchtet.

Der größte Rahmen ist zugleich der Clou des Ganzen: Das 63 Meter hohe Schaufenster, das den Schornstein einhüllt: „Es ist ein Fenster zur Stadt hin, umgekehrt kann man von der Stadt ins Kraftwerk reinschauen“, sagt Architekt Gerhard Wittfeld.

In 45 Meter Höhe wird dort eine öffentliche Aussichtsplattform integriert, die zugleich als eine Art Stadtwerke-Museum dient. Für dessen Ausstattung dürfen sich die Stadtwerke zwei Fotos aus der Ausstellung „Kraftwerk-Roboter“ der berühmten Band aus Düsseldorf aussuchen. Vorstand Rainer Pennekamp: „Kraftwerk im Kraftwerk, das passt. Vielleicht kaufen wir dem Fotografen noch ein drittes Werk ab.“

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