Vier große Makler vermarkten Kerngebiet Düsseldorfs unter neuem Begriff. Stadt spricht von Privatinitiative.

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Wenn der Kö-Bogen hinzukommt, dürften die Mieten auf der Düsseldorfer Königsallee weiter anziehen.

Wenn der Kö-Bogen hinzukommt, dürften die Mieten auf der Düsseldorfer Königsallee weiter anziehen.

Mit Düsseldorfer Silhouetten – gut zu erkennen Gap 15 und Dreischeibenhaus – wirbt das CBD-Logo.

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Wenn der Kö-Bogen hinzukommt, dürften die Mieten auf der Düsseldorfer Königsallee weiter anziehen.

Düsseldorf. Internationale Kunden, die sich in Düsseldorf niederlassen, sollen es ab sofort leichter mit der Orientierung haben. Statt von der City oder dem Bankenviertel zu sprechen, ist künftig bei den großen Maklerunternehmen der Stadt vom „Central Business District“ (CBD) die Rede.

„Das Wort Bankenviertel werden Sie bei uns ab sofort nicht mehr finden“, sagt Hubert Breuer von CBRE. „Es sagt Kunden aus dem Ausland nichts“, ergänzt Marcel Abel (Jones Lang LaSalle), der den Abbau von Bankarbeitsplätzen westlich der Kö mit der internen Überlegung garniert, man müsse mittlerweile eher vom Anwaltsviertel sprechen.

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Wenn der Kö-Bogen hinzukommt, dürften die Mieten auf der Düsseldorfer Königsallee weiter anziehen.

Wenn der Kö-Bogen hinzukommt, dürften die Mieten auf der Düsseldorfer Königsallee weiter anziehen.

Mit Düsseldorfer Silhouetten – gut zu erkennen Gap 15 und Dreischeibenhaus – wirbt das CBD-Logo.

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Mit Düsseldorfer Silhouetten – gut zu erkennen Gap 15 und Dreischeibenhaus – wirbt das CBD-Logo.

Das Kürzel CBD hingegen, das nun in Exposés und in den Quartals- und Jahresberichten der Immobilienvermittler vorkommt, vermittelt die Information, dass es im fraglichen Bereich die hochwertigsten Büroflächen und gute Restaurants gibt. Meist liegt auch die beste Einkaufsstraße im District.

Daraus leitet sich der Düsseldorfer Zuschnitt ab: Der CBD wird im Süden vom Gap 15 (Graf-Adolf-Platz) und im Norden vom Dreischeibenhaus begrenzt (siehe Grafik), Berliner Allee sowie Kasernenstraße/Heine-Allee bilden östlich und westlich die Grenze. Herzstück ist somit die Königsallee. Das ganze Areal ist mit 0,5 Quadratkilometern nur unwesentlich größer als der Vatikan (0,44).

Mit im Boot sind bei der Initiative die Makler BNP Paribas sowie Colliers International. Von einem anderen Makler, der nicht im Kreis der Vier vertreten ist, kam umgehend die Kritik, dass der CBD zu viele andere Bereiche in der Stadt ausgrenze.

Stadt und Makler bald mit zwei Marketingstrategien?

663 400 Quadratmeter Bürofläche (Düsseldorf hat insgesamt ca. 7,4 Mio. m²), Kö-Bogen und Dreischeibenhaus sind, da noch nicht fertig, nicht mitgezählt; die Ausdehnung des CBD liegt bei ca. 0,5123 km² (Düsseldorf gesamt 217 km²). Es gibt 25 000 Objekte, von denen 201 mit 41 000 m² leerstehen (Leerstandsquote 6,2 %, Düsseldorf gesamt 10,4 %); 3,5 % Untervermietungen, macht 7000 m².

 

Es gibt im CBD 25 000 Büroarbeitsplätze.

Der Höchstmietpreis liegt bei 24 Euro pro Quadratmeter.

Ähnlich sieht es die Stadtspitze – OB Dirk Elbers spricht von einer Privatinitiative und meint: „Der Begriff kann hilfreich sein, um den Standort rund um die Kö international zu vermarkten. Aber Düsseldorf zeichnet sich gerade durch die dezentrale Struktur aus – denken Sie an den Medienhafen, Seestern, Cecilienallee.“ Düsseldorf sei als Ganzes ein Central Business Center der Region.

Offen ist somit, ob die Positionen zu unterschiedlichen Marketingstrategien für Düsseldorf führen. Abel geht davon aus, dass sich das Kürzel auch bei der Stadt durchsetzt und die Niederlassungen der vier Maklerfirmen in München, Hamburg etc. dem Düsseldorfer Beispiel folgen.

Aktuell liegt die Höchstmiete im CBD bei 24 Euro. Da noch Projekte wie der Kö-Bogen auf den Markt kommen, sei „noch Luft nach oben“. Zum Vergleich: In Frankfurt sind Mieten von um die 40 Euro möglich. Als Hochhausverfechter sehen sich die Makler übrigens nicht. Diese könnten zum CBD gehören, müssten es aber nicht. Sie blieben eine Entscheidung der Stadt.

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