Ab 30. Januar dreht sich in wieder das Order-Karussell. Ein neues Shuttle ist im Einsatz.

Düsseldorf. Der Begriff hat sich bei „Profashionals“ längst eingebürgert, aber Klaus Brinkmann, Vorsitzender des Ortsvereins FashionNet will davon nichts wissen: „Eine Fashion Week Düsseldorf gibt es nicht, nur eine CPD“. Dabei weiß kaum noch Jemand, was das heißt: Collections Premieren Düsseldorf, einst die kleine Schwester der großen Igedo, heute der zuerst arg geschrumpfte, inzwischen aber wieder wachsende Branchentreff am Rhein.

In diesem Jahr ist die CPD vom 30. Januar bis 2. Februar, wobei nicht nur in den Showrooms - es sind inzwischen um die 800 - das Geschäft mit der Mode mindestens zehn Tage läuft. Auch in der Gallery werden die Laufzeiten für manche Aussteller, meist Agenturen, die mehrere Marken vertreten, entsprechend verlängert.

„Düsseldorf ist so begehrt wie nie“, freut sich Brinkmann, „wir haben alle Kunden, die wir brauchen.“ Die hat die Branche nach dem lauen Winter auch nötig. Brinkmann mit Blick auf Berlin: „Wir brauchen beide Standorte. Berlin muss bleiben, Düsseldorf muss noch stärker werden.“ „We love Fashion in Düsseldorf“, lautet so auch der Slogan auf den Plakaten (siehe rechts).

Düsseldorfs aktuelle Stärke an den Ordertagen: The Gallery in der Botschaft an der Cecilienallee mit dem Red-Carpet-Ableger für Abend und Anlassmode im Rheinlandsaal des Hilton (insgesamt 500 Marken), die Supreme Women & Man im Fashion Distrikt an der Kaiserswerther Straße mit 450 Kollektionen auf drei Etagen, die Fashion Square Sowrooms (Kollektionen aus 32 Ländern), die beiden Fashion Houses, nicht zu vergessen Gerry Webers Showroom-Hallen 29 und 30. Von A nach B zur CPD gibt es wieder einen Shuttle-Service. Für die Boxen-Stops beim Rennen von Trend zu Trend brummen Maseratis.

Auf der Pressekonferenz betonte Wirtschaftsförderer Uwe Kerkmann den hohen Stellenwert der Mode als Wirtschafts- und Imagefaktor für die Stadt. Der ist auch wichtig für die 450 Studierenden der Akademie Mode & Design (AMD), die in diesem Jahr ihr 20-Jähriges feiert. Die Düsseldorfer Dependance der Fresenius-Hochschule ist inzwischen die größte, noch vor Berlin und Hamburg. Studienleiterin Ina Köhler: „Wir haben Generationen von Designern ausgebildet.“ Und weitervermittelt an Adressen vor Ort.

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