Security-Chef Manfred „Manni“ Meyer starb am Dienstag an Lungenkrebs.

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Campino trauert mit den Hosen um seinen Security-Chef.

Campino trauert mit den Hosen um seinen Security-Chef.

Manni Meyer starb am Dienstag an Lungenkrebs.

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Campino trauert mit den Hosen um seinen Security-Chef.

Düsseldorf. Wenn Campino bei Konzerten der Toten Hosen zu seinen legendären Sprüngen ins Publikum ansetzte, dann war Manfred Manni Meyer in den vergangenen 20 Jahren ganz in der Nähe. Der Security-Chef sorgte dafür, dass der Frontmann immer wieder heil auf die Bühne zurückkam. Nachdem der 54-Jährige noch mit den Hosen zusammen den Tour-Abschluss in Oberhausen gefeiert hatte, erreichte die Band jetzt die schreckliche Nachricht: Meyer ist am Dienstag an Lungenkrebs gestorben. "Er wird nicht zu ersetzen sein, wir werden ihn nie vergessen. Unsere Gedanken sind bei ihm und seiner Frau Dany", schreibt die Band auf ihrer Homepage.

Kennen gelernt hatte Manni die Band schon vor mehr als 20 Jahren. Da spielten die Toten Hosen zwei Tage lang in dem Frankfurter Club Batschkapp. Dort arbeitete Meyer manchmal als Türsteher - wenn er nicht gerade als Tourbegleiter mit David Bowie oder den Ramones unterwegs war. Kurzerhand heuerten die Hosen den Frankfurter auch für ihre nächsten Konzerte an.

Daraus wurde nicht nur eine lange Partnerschaft, sondern auch eine dicke Freundschaft. Auf vielen Fotos ist Meyer in der Nähe von Campino zu sehen, auch in einigen Videos der Toten Hosen sieht man den auffallenden Herrn mit den vielen Tätowierungen. Als die Toten Hosen beim Rosenmontagszug dabei waren, fuhr Manni natürlich auf dem Wagen mit

Meyer, der auch als Gastronom tätig war, hatte inzwischen seine eigene Firma aufgebaut, die MM-Security. Neben den Toten Hosen arbeitete er auch für zahlreiche andere Künstler, von Robbie Williams über die Red Hot Chili Peppers, Kraftwerk, Pearl Jam bis zu Rammstein oder Melissa Etheridge.

Vor zwei Jahren kam dann die Diagnose: Manni Meyer war an Lungenkrebs erkrankt. Trotzdem kam die Nachricht von seinem Tod für die Band sehr überraschend.

Der Security-Chef wird allerdings nicht der Erste aus dem Hosen-Clan sein, der in der 17-Mann-Gruft auf dem Nordfriedhof beerdigt wird, die vor einigen Jahren von den Toten Hosen gekauft wurde. Manni Meyer wird in seiner Heimat beerdigt. Die Trauerfeier für ihn wird am 15. Januar in der Nähe von Frankfurt stattfinden, wo der 54-Jährige geboren ist.

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