Das Café am Carlsplatz will an große Zeiten anknüpfen.

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Kundin Ursula Hassenpflug und Mitarbeiterin Miriam Kreinjobst.

Kundin Ursula Hassenpflug und Mitarbeiterin Miriam Kreinjobst.

JM

Kundin Ursula Hassenpflug und Mitarbeiterin Miriam Kreinjobst.

Düsseldorf. Birgit Pfau aus Gerresheim hat gerade ihre Mailänder Torte gekauft, die sie immer kauft, wenn sie mal auf dem Carlsplatz ist und bei Bittner hereinschaut. An der Theke hat sie erfahren, dass das Café gerade erst wieder eröffnet hat, und freut sich: „Ich finde, es ist schön geworden, alles sieht etwas jünger aus.“

Bittner hat wieder geöffnet. Nach den unruhigen Jahren mit Eigentümerwechseln und dem angekündigten Wegzug vom traditionellen Standort am Carlsplatz stehen die Zeichen jetzt auf Neuanfang. Das charakteristische Gelb ist verschwunden, rote Markisen und Außenmöbel grüßen nun die Kaffeetrinker und Kuchenesser, auch im Innern hat sich sehr viel verändert.

Das Angebot ist größer und wird selbstbewusster präsentiert

Im Verkaufsraum werden Gäste und Kunden jetzt von einer Eistheke empfangen, die Auswahl ist hier deutlich gewachsen. Auch sonst haben die neuen Besitzer das Angebot ausgebaut, etwa um zusätzliche Törtchen oder Macarons, ohne die heute kaum noch ein Konditor auskommt. Und vor allem wird es anders präsentiert: „Vieles, was wir vorher schon auf der Karte hatten, zeigen wir jetzt auch her“, sagt Betriebsleiter Thomas Dörner. So wirkt das Angebot nun bunter und abwechslungsreicher, ein wenig fühlt man sich hier an eine Filiale des Konkurrenten Heinemann erinnert.

Der große Caféraum ist komplett neu gestaltet, offensichtlich wollten die neuen Eigentümer weg vom Image, dass sich hier vor allem diejenigen zu Kaffee und Kuchen treffen, die das auch schon in der Nachkriegszeit getan haben. Das Interieur wirkt wie ein Mix aus klassischem Café und US-Kette. „Tradition und Moderne verbinden“, nennt es Thomas Dörner. Er ist selber gelernter Konditor, sein Ziel ist es, Bittner wieder zu dem machen, „was es einmal war“. Er kenne die Marke schon seit seiner Kindheit.

Mehr als eine halbe Million Euro hat die Firma Büsch als neuer Eigentümer investiert. Die Bittner Confiserie bleibt aber als selbstständiger Teil erhalten, die zwölf Mitarbeiter wurden übernommen. Auch gefertigt wird wie schon zuvor in Duisburg.

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