Jonges-Baas Wolfgang Rolshoven hatte die Debatte in seinem WZ-Beitrag losgetreten. Stadtdechant Hennes spricht von „Unfug“.

Jonges-Baas Wolfgang Rolshoven hatte die Debatte in seinem WZ-Beitrag losgetreten. Stadtdechant Hennes spricht von „Unfug“.
Jonges-Baas Wolfgang Rolshoven hat die Debatte in der WZ ausgelöst.

Jonges-Baas Wolfgang Rolshoven hat die Debatte in der WZ ausgelöst.

Jonges-Baas Wolfgang Rolshoven hat die Debatte in der WZ ausgelöst.

Düsseldorf. „Düsseldorf braucht einen Regional-Bischof!“ Im WZ-Gastkommentar hat Jonges-Baas Wolfgang Rolshoven diese Forderung erhoben – nun schlägt sie Wellen. „Warum sind alle Mitra-Träger der katholischen Kirche in Köln beheimatet?“, fragte Rolshoven provokant. „Das war am Wochenende ein großes Gesprächsthema“, sagt der katholische Stadtdechant Ulrich Hennes.

Er muss es wissen, ist Hennes doch der oberste Repräsentant der katholischen Kirche in Düsseldorf. Rolshoven freilich bemängelte in seinem Beitrag gerade das Fehlen eines „Kopfes, der nicht nur gegenüber den Stadtregierenden, sondern gegenüber der Stadtgesellschaft auftritt. Denn wir wissen doch alle: Es sind Köpfe, an denen man sich orientiert.“ Und zur Auswahl ständen in Köln ja einige Persönlichkeiten, die sich in Düsseldorf bestens auskennen – zum Beispiel die Weihbischöfe Rolf Steinhäuser oder Ansgar Puff.

Jonges-Baas Wolfgang Rolshoven hatte die Debatte in seinem WZ-Beitrag losgetreten. Stadtdechant Hennes spricht von „Unfug“.
Foto: SL, kathol. Kirche

Ulrich Hennes ist seit 2015 Stadtdechant. Archiv

Rolshoven selbst hatte vorsorglich geschrieben, manche würden darin eine „spinnerte Idee“ sehen, tatsächlich schlägt ihm reichlich Gegenwind ins Gesicht: „Ich halte das für Unfug“, sagt Stadtdechant Hennes und begründet: „Mal ganz abgesehen davon, dass der Statthalter des Erzbischofs in Düsseldorf der Stadtdechant ist, käme ein Weihbischof auch nicht als repräsentativer Kopf der Kirche in einer Stadt in Frage.“ Denn der habe vor allem pastorale Aufgaben von den Firmungen bis zur Beratung von Priestern. Hennes: „Selbst wenn einer in Düsseldorf säße, wäre er also kaum in der Stadt.“

Auch Martin Philippen, der Vorsitzende des Katholikenrates, der Laienorganisation der Kirche, ist skeptisch: „Das Mindeste wäre, dass ein Regional-Bischof hier eine echte Funktion, eine Aufgabe hätte.“ Einfach nur, um als Stadt einen Bischof zu haben, nein, das reiche nicht, meint Philippen und verweist auf Monsignore Hennes: „Mit ihm haben wir ja den Repräsentanten, der durch die Hinzunahme von zwei Dechanten als Stellvertretern nun noch gestärkt wird.“ So sieht es auch Dominikaner-Prior Elias Füllenbach: „Ich schätze Baas Rolshoven sehr, aber da bin ich anderer Meinung. Wir haben doch schon einen Stadtdechanten, jetzt sogar mit zwei Stellvertretern – das reicht.“

Jonges-Baas Wolfgang Rolshoven hatte die Debatte in seinem WZ-Beitrag losgetreten. Stadtdechant Hennes spricht von „Unfug“.

Martin Philippen ist Vorsitzender des Katholikenrates.

Der neue CDU-Landtagsabgeordnete Marco Schmitz sagt zumindest: „Eine nette Idee, auch ich fände es schön, wenn St. Lambertus Bischofskirche würde.“ Fügt dann aber hinzu: „Das ist völlig unrealistisch und würde auch nichts bringen, zumal ein Bistum Düsseldorf ohnehin gegenüber Köln verblassen würde.“

Diplomatisch äußerte sich der evangelische OB Thomas Geisel: „Ich vertraue da ganz auf die Urteilskraft des Heiligen Vaters – und der nachgeordneten Stellen in der katholischen Kirche...“

Jonges-Baas Wolfgang Rolshoven hatte die Debatte in seinem WZ-Beitrag losgetreten. Stadtdechant Hennes spricht von „Unfug“.

Jonges-Baas Wolfgang Rolshoven hatte die Debatte in seinem WZ-Beitrag losgetreten. Stadtdechant Hennes spricht von „Unfug“.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer