Es wirkt mal wieder wie ein Schlag ins Gesicht der CPD-Veranstalterin Igedo: Wenige Tage vor dem Start der Modemesse lanciert das Fashion Square als Vertreter der meisten Showrooms die Fashion Week Düsseldorf. Eine Parallel-, vor allem aber eine Gegen- und Alternativmesse. Als rumorte es nicht schon genug um den möglichen Untergang der CPD.

Gerade das Fashion Square emanzipiert sich schon lange lautstark von der Modemesse: Die Showrooms hätten am Standort die Vorherrschaft übernommen und seien der eigentliche Magnet. An den - angeblich so ungünstig gelegenen, viel zu späten - Termin der CPD hielt man sich dennoch sklavisch. Auch wenn die Orderzeit in den Showrooms weit länger dauert als die drei Messetage, als Orientierung waren und sind sie wichtig.

Und noch etwas leistet eine Messe, das die Showrooms nicht leisten können: Sie zieht neue Designer und Marken an. Auch wenn in Düsseldorf die großen Namen der Branche mit eigenen Räumen vertreten sind: Zeigen sich diese etablierten Unternehmen immer nur selbst und bleibt der Input von außen dauerhaft aus, wird sich eine Fashion Week schnell totlaufen.

Diese zwei Dinge müssen gewährleistet sein: ein fester Termin und Neues. Ob es dafür einer Modemesse bedarf - zumal einer Modemesse in ihrer aktuellen Form -, diese Frage darf durchaus gestellt werden.

Und auch bei der Igedo stellt man sie sich ganz aktuell. Im Vordergrund steht dabei sicher der Gedanke, die CPD aus den recht uncharmanten Messehallen herauszuholen und in die Stadt zu verpflanzen. Sie mit mehr Leben und Inspiration zu füllen. Wie Designerin Annette Görtz im WZ-Gespräch anregte: Warum nicht eine Trendschau in Zelten oder auf Schiffen? Wohin die Reise gehen wird, kann man nach diesem Wochenende wohl genauer absehen. Fest steht: Die CPD packt besser schon mal die Taschen.

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