Banale Tipps für Aushänge, Licht und Heizung.

Düsseldorf. Wer hätte es geahnt? Wird der Lichtschalter gedrückt, erhellt sich der Raum! Neun Wochen nach dem Einzug in das Gerichtsgebäude an der Werdener Straße erfahren Richter und Justizmitarbeiter nun in einer zehn Seiten starken Bedienungsanleitung, was so ein Gerichtssaal alles kann - und vor allem, mit welchen technischen Raffinessen man es in ihm zu tun hat: "Die Deckenbeleuchtung dient unter anderem dazu, dass z.B. im Winter bei Dunkelheit draußen im Saal genug Licht ist, damit niemand stürzt, wenn er z.B. zur Richterbank geht (...)", heißt es da auf der ersten Seite.

Eine weitere Passage der "Erklärung zur Bedienung einiger Funktionen" der Gerichtssäle widmet sich der Bedienung der Heizung: Mit einem Tastendruck ist die Heizung demnach auf den Sollwert "Komfort" eingestellt. Mitarbeiter, denen wegen der noch immer nicht einregulierten Lüftungsanlage regelmäßig der Schweiß auf der Stirn steht, werden sich bei diesem Ausdruck wohl die Haare raufen. Dabei folgt doch gleich die lebensnahe Erklärung zur Bedienung: Ein Drehen des Rädchens Richtung Minus sorgt für niedrigere Temperaturen, in Richtung Plus für höhere Temperaturen.

Sieben Seiten der Anleitung widmen sich den elektronischen Anzeigetafeln vor den Sälen. An ihrer Bedienung waren einige Mitarbeiter gescheitert. Sie griffen einfach zum Papier und hefteten sie über die elektronischen Tafeln - so wie es schon im alten Gebäude jahrzehntelang gemacht worden war. Dieser Tipp sollte vielleicht auch in die Gebrauchsanweisung. Nur für alle Fälle.

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