Feuerwehr rettete elf Hotelgäste. Früher wohnten im Hotel Flüchtlinge. Auch der Staatsschutz ist eingeschaltet.

Elf Menschen rettete die Feuerwehr aus dem brennenden Hotel Achteck in Garath. Bis vor einem Jahr waren hier Flüchtlinge untergebracht.
Elf Menschen rettete die Feuerwehr aus dem brennenden Hotel Achteck in Garath. Bis vor einem Jahr waren hier Flüchtlinge untergebracht.

Elf Menschen rettete die Feuerwehr aus dem brennenden Hotel Achteck in Garath. Bis vor einem Jahr waren hier Flüchtlinge untergebracht.

Das Hotel Achteck ist nicht mehr bewohnbar.

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Elf Menschen rettete die Feuerwehr aus dem brennenden Hotel Achteck in Garath. Bis vor einem Jahr waren hier Flüchtlinge untergebracht.

Düsseldorf. Dramatische Szenen spielten sich in der Nacht zum Samstag im Hotel Achteck in Garath ab: Als die um 1.37 Uhr alarmierte Feuerwehr sechs Minuten später vor dem Hotel an der Emil-Barth-Straße eintraf, stand der Eingangsbereich des 28-Betten-Baus in Flammen, an den Fenstern im ersten Obergeschoss machten verzweifelt die Eingeschlossenen auf sich aufmerksam. Ein Bewohner war bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr aus einem Fenster im ersten Stock gesprungen, um sich vor den Flammen zu retten; er wurde schwer verletzt. Die Feuerwehr begann sofort, über eine Drehleiter Personen aus dem ersten Stock zu retten. Bis auf den Bewohner, der aus dem Fenster sprang, und einen Leichtverletzten kamen die neun anderen Hotelgäste mit dem Schrecken davon; sie wurden später in anderen Hotels untergebracht, nachdem sie vom Notarzt untersucht worden waren. Das Hotel Achteck ist wegen der Brandschäden derzeit nicht bewohnbar, die Schäden werden auf rund 40 000 Euro geschätzt.

Fremdenfeindlicher Hintergrund ist nicht auszuschließen

Da die Brandursache unklar ist, hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen. Auch der Staatsschutz beteiligt sich an den Ermittlungen, wie Polizei-Sprecher Marcel Fiebig auf WZ-Anfrage sagte: „Es ist ja kein Geheimnis, dass das Hotel Achteck bis Ende November 2015 auch als Flüchtlingsunterkunft genutzt wurde. In Garath hat es in der Vergangenheit auch immer wieder Auseinandersetzungen zwischen Rechten und Linken gegeben.“ Deshalb sei ein fremdenfeindlicher Hintergrund nicht auszuschließen.

Neben dem Hotel befindet sich noch ein Hochhaus, das mit dem Hotel baulich verbunden ist. Auch dort mussten zwei Trupps von Wehrmännern zur Kontrolle der Wohnungen eingesetzt werden. Durch den Rauch wurden Rauchmelder bis ins 5. Obergeschoss ausgelöst, zum Teil mussten die Türen gewaltsam geöffnet werden. Auch die Stadtwerke wurden alarmiert, sie nahmen nach den Lösch- und Lüftungsmaßnahmen der Feuerwehr das Hotel „Achteck“ vom Netz. Nach rund zwei Stunden war der Einsatz der Feuerwehr beendet.

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