Eine Bombe von zehn Zentnern wurde am Montag entschärft: Krankenhaus, Kindergärten und der Verkehr waren betroffen.

Düsseldorf. Es war die größte Evakuierung zur Entschärfung einer Bombe seit 2005: Rund 1500 Menschen mussten am Montag ihre Wohnungen in Rath verlassen. Eine Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg war bei Bauarbeiten in der Nähe des Waldstadions an der Wilhelm-Unger-Straße entdeckt worden.

Ab 11.30 Uhr zerstörte Entschärfer Jost Leisten vom Kampfmittelräumdienst den Zünder und machte das 1,20 Meter lange Ungetüm unschädlich machen.

Einen bis zu 15 Meter tiefen Krater hätte die Bombe in den Waldboden gerissen, wäre sie detoniert. Die Zerstörung durch die Druckwelle wäre in einem Umkreis von mehreren hundert Metern enorm gewesen.

Deshalb mussten 500 Meter um die Fundstelle der Bombe alle Bewohner ihre Häuser verlassen. Bis zu einer Grenze von 750 Metern sollten die Menschen sich von den Fenstern fernhalten und möglichst keine Autos auf der Straße abstellen.

Im Jahr 2005 gab es gleich fünf Entschärfungen im öffentlichen Raum. Im Juni mussten 12.000 Bewohner am Zoobunker ihre Wohnungen räumen, im November waren es am Zoopark sogar 13.000.

2008 fand man zwei Bomben. Im September wurde eine Fünf-Zentner-Bombe in einer Kleingartenanlage am Mörsenbroicher Ei entschärft, 100 Menschen waren betroffen. Im Dezember mussten für eine Entschärfung im Aaper Wald lediglich zehn Bewohner weichen.

Experten gehen davon aus, dass es noch unzählige Blindgänger in Düsseldorf gibt.

© WhatsBroadcast

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