Während der Terrassen-Saison soll die Bolkerstraße gepflastert werden. Bis 2014 werden die Arbeiten endgültig abgeschlossen sein.

Altstadt
Spiegel-Wirt Peter Klinkhammer ist skeptisch, ob das Pflastern während der Terrassen-Saison funktioniert.

Spiegel-Wirt Peter Klinkhammer ist skeptisch, ob das Pflastern während der Terrassen-Saison funktioniert.

Bernd Nanninga

Spiegel-Wirt Peter Klinkhammer ist skeptisch, ob das Pflastern während der Terrassen-Saison funktioniert.

Düsseldorf. Lange wurde über die neue Altstadtpflasterung diskutiert, nun geht alles ganz schnell. Bereits einen Tag, nachdem der Rat zugestimmt hatte, wurden die Aufträge vergeben. Am Donnerstagabend informierte die Stadt gemeinsam mit der Altstadtgemeinschaft im Max-Haus, wie die Arbeiten in den nächsten drei Jahren ablaufen sollen. Wie Andrea Blome, die Leiterin des Amtes für Verkehrsmanagement, erklärte, habe man an der Mertensgasse bereits begonnen. Dort sollen Anfang Februar die neuen Pflaster verlegt werden.

Die Arbeiten sollen in enger Absprache mit den Stadtwerken erfolgen, die zurzeit Wasser-, Strom- und Gasleitungen in der Altstadt neu verlegen. Den Bautrupps wolle man mit der Pflasterung „auf den Fersen“ bleiben, damit die Straßen nicht zweimal aufgerissen werden müssen.

Die Bauarbeiten werden immer wieder unterbrochen

Gearbeitet wird in Abschnitten von jeweils 25 Metern. Nach rund zwei Wochen sollen die Arbeiter weiter ziehen. Andrea Blome versicherte, dass auf die Interessen der Geschäftsleute und der Gastronomen Rücksicht genommen werden soll. Das heißt, die Terrassen-Saison wird möglichst ungestört über die Bühne gehen.

Ausnahme: die Bolkerstraße. Die soll schon in diesem Jahr komplett gepflastert werden. Die Arbeiten will die Stadt in enger Absprache mit den Wirten durchführen. „Ich habe große Zweifel, ob das funktioniert“, mein Peter Klinkhammer vom Spiegel, „vor allem hätte ich mir gewünscht, dass genaue Zeiten genannt werden, wann es tatsächlich losgeht.“ Er befürchtet wie einige seiner Kollegen Umsatzeinbußen.

Irritiert waren die Anwohner über die vielen Pausen. So werden die Arbeiten nicht nur zu Karneval und während der Kirmes unterbrochen. Sechs Wochen lang verschwinden die Bagger ab Anfang April wegen des Eurovision Song Contest. Und wenn am 15. November der Weihnachtsmarkt beginnt, wird ebenfalls nicht mehr gebuddelt.

Insgesamt 5,7 Millionen Euro wird die Neugestaltung der Altstadt kosten.
 

Bis 2013 sollen alle Pflasterarbeiten fertig sein. Danach folgen noch Möblierung und Bepflanzung

Den Geschäftsleuten wurde zugesichert, dass sie durchgehend beliefert werden können. Jeden Tag steht ein Radlader samt Personal bereit, der die Waren dann durch die Baustelle befördert.

Eine Fußbodenheizung für die Terrasse hat keine Chance

Nicht erfüllt werden können dagegen einige Sonderwünsche. So fragte ein Gastronom von der Bolkerstraße, ob im Zuge der Neupflasterung nicht auch eine Fußbodenheizung verlegt werden könne. Da die Pflastersteine jeweils 18 Zentimeter dick sind, ergibt das allerdings keinen Sinn. Das könne keine Fußbodenheizung leisten.

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