Auftritt der Domstädter fast vom Schnee verweht.

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Die Prinzengarde Blau-Weiss marschiert am Samstagabend in den Festsaal des Maritim-Hotels ein.

Die Prinzengarde Blau-Weiss marschiert am Samstagabend in den Festsaal des Maritim-Hotels ein.

Bernd Schaller

Die Prinzengarde Blau-Weiss marschiert am Samstagabend in den Festsaal des Maritim-Hotels ein.

Düsseldorf. Die Hektik bei der blau-weissen Prinzengarde ist in der Lobby des Maritim am Samstagabend spürbar. Denn während das Prinzenpaar trotz der winterlichen Verhältnisse auf die Minute pünktlich zur großen Gala-Sitzung erschienen ist, ist vom Kölner Orchester Domstädter, mit dem Dirk I. und seine Venetia Janine in den Saal ziehen sollten, weit und breit nichts zu sehen.

Auch Präsident Udo Heinrichs blickt besorgt in Richtung Eingang und wartet auf das Gastgeschenk, das der Pressesprecher-Stammtisch der Kölner Karnevalisten angekündigt hat. "Wir hatten uns heute Mittag mit dem Wagen einmal auf dem Kopfsteinpflaster vor dem Aquazoo gedreht, sonst lief aber alles problemlos. Wir sind genau im Zeitplan", berichtet der Adjutant des Prinzen, Marc Frankenhauser, während gerade die Nachricht kommt, die Busse mit den Kölnern seien schon im Flughafentunnel.

Maritim-Direktor Jens Vogel mit jecker Entwicklung zufrieden

Zu sehen ist von den Domstädtern und der Rhine Power Pipe Band aber immer noch nichts, so dass das Prinzenpaar ohne das Kölner Orchester in den Saal zieht und dort die 800 elegant gekleideten Gäste begrüßt. Wenige Minuten später sind die Musiker aus der Nachbarstadt plötzlich da, auf die Bühne können sie trotzdem nicht, denn da ist schon die blau-weisse Unterstützung des Prinzenpaars aufgezogen.

"Wir sind etwas zu spät in Köln losgekommen und hatten auf der A 57 mit einer großen Schneewehe zu kämpfen", berichtet der Dirigent der Domstädter, Thomas Sieger.

Als die Musiker aus Köln kurz darauf auf der Bühne stehen und mit fast 70 Mann und geballter Dudelsack-Unterstützung den Bläck-Fööss-Hit "Du bist ming Stadt" spielen, ist die Aufregung vergessen. Der Auftritt wird zum umjubelten, wenn auch etwas kurzen Höhepunkt des Abends, bei dem beim abschließenden "Amazing Grace" noch einmal richtig Gänsehaut angesagt ist.

Maritim-Direktor Jens Vogel zeigt sich mit der jecken Entwicklung seines Hotels zufrieden. "Wir bauen das ja gerade noch aus. So ist in dieser Session der närrische Dienstag zum ersten Mal zu Gast bei uns", sagt der gebürtige Oberhausener.

Überzeugen kann auf der Bühne neben den 3 Colonias und den Swinging Fanfares vor allem die blau-weisse Tanzgarde, die zum 20-jährigen Bestehen einen Jubiläumstanz einstudiert hat. "Das ist ein Mischung aus klassischem Gardetanz und Stimmungsmusik mit Liedern von Brings und Alt Schuss. Daran haben wir mehr als vier Wochen gearbeitet", sagt Tänzerin Marijke-Lena Meseck.

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