Denkmal wird nach U-Bahnbau neu aufgestellt.

Unterbilk
Die Bilker Pferdetränke wird 2016 nach dem Start der Wehrhahnlinie auf dem neuen Platz am Tunnelmund aufgestellt.

Die Bilker Pferdetränke wird 2016 nach dem Start der Wehrhahnlinie auf dem neuen Platz am Tunnelmund aufgestellt.

Die Säulen werden noch restauriert.

Stadt Düsseldorf, Bild 1 von 2

Die Bilker Pferdetränke wird 2016 nach dem Start der Wehrhahnlinie auf dem neuen Platz am Tunnelmund aufgestellt.

Düsseldorf. Jürgen Striewe ist hartnäckig. Vor allem wenn es um „sein“ Denkmal geht. Das ist die „Bilker Pferdetränke“. Und Striewe will immer wissen, wo sich die Tränke grade befindet. Mehrfach fragte er in den vergangenen Jahren bei der Stadt nach. Denn mit dem Bau der Arcaden und des Stadtteilzentrums samt Schwimmbad war die Tränke am Bilker Bahnhof abgebaut worden.

Die Tränke ist für Striewe seit seiner Kindheit wichtig. Aufgewachsen an der Bachstraße spielte er damals auf dem Gelände des ehemaligen Bilker Bahnhofs. Und da standen nahe des Empfangsgebäudes besagte Pferdetränke. „Wir konnten hier Wasser trinken und haben uns auch dort gewaschen“, erzählte er jetzt in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung 3 (u.a. Unterbilk, Bilk, Friedrichstadt).

Auch die Säulen des früheren Bahnhofs werden restauriert

Striewe nutzte die Gelegenheit, als Bürger eine Anfrage zu stellen und hakte nach. Und so hörte er, dass sich die Pferdetränke noch immer auf dem städtischen Bauhof in Kaiserswerth befindet. Inzwischen sei sie auch saniert worden. Für Jürgen Striewe ist die Restauration aber nicht gelungen. „Es gibt jetzt ein Loch in der Schale, deshalb kann sie nicht mit Wasser laufen“ bedauert der Bilker, der heute in Hilden lebt. Auf WZ-Anfrage versicherte Bezirksvorsteher Walter Schmidt jetzt aber, dass die Tränke „natürlich mit fließendem Wasser wieder aufgestellt wird.“

Im Februar 2016 wird die U-Bahn-Strecke eröffnet. Dann kann die Pferdetränke wieder zurück. Geplant ist, sie auf dem neuen Platz am Tunnelmund vor den Arcaden aufzustellen. Auch zwei Säulen aus rotem Sandstein, die in diesem Jahr noch restauriert werden, kommen hinzu.

Sie waren Teil des Empfangsgebäudes des Bahnhofs, das 1986 abgerissen wurde. Später standen sie dann vor der Tränke nahe des Bilker S-Bahnhofs.

Jürgen Striewe wird das Thema weiterverfolgen. Er möchte, dass die Tränke auch beleuchtet wird. Er appellierte an die Bezirkspolitiker: „Kämpfen Sie um die Tränke! Sie ist ein Stück Bilk.“

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