Auszubildender war danach auf einem Auge fast blind. Mutmaßlicher Haupttäter will zu Hause gewesen sein.

Zwei Rocker stehen vor Gericht, weil sie einen 25-jährigen Mann ohne jeden Anlass zusammengeschlagen haben sollen.
Zwei Rocker stehen vor Gericht, weil sie einen 25-jährigen Mann ohne jeden Anlass zusammengeschlagen haben sollen.

Zwei Rocker stehen vor Gericht, weil sie einen 25-jährigen Mann ohne jeden Anlass zusammengeschlagen haben sollen.

Peter Steffen

Zwei Rocker stehen vor Gericht, weil sie einen 25-jährigen Mann ohne jeden Anlass zusammengeschlagen haben sollen.

Düsseldorf. Die Fußballer der dritten Mannschaft des TSV Urdenbach hatten im August vor zwei Jahren ihre Saisoneröffnung in einem Kleingartenverein gefeiert. Als sie sich am frühen Morgen auf den Heimweg machten, kam es in einem Waldstück Am Kapeller Feld zu einer verhängnisvollen Begegnung. Die Sportler kamen zwei Mitgliedern aus dem Hells Angels-Umfeld in die Quere. Offenbar ohne jeden Anlass prügelte das Duo die Kicker zusammen. Dabei wurde ein 25-jähriger Auszubildender so schwer verletzt, dass bleibende Schäden am Auge zu befürchten sind.

Seit Donnerstag müssen sich zwei 29 und 33 Jahre alte Männer wegen des Angriffs vor dem Amtsgericht verantworten. Der Haupttäter soll dem angehenden Kaufmann eine Bierflasche ins Auge geschlagen haben. Der war danach ein Jahr lang auf einem Auge fast blind.

Opfer konnte den Angeklagten am Donnerstag nicht identifizieren

Der 33-Jährige stritt am Donnerstag vehement ab, mit der Auseinandersetzung etwas zu tun zu haben. Er sei an dem Abend mit seiner 13-jährigen Tochter daheim gewesen: „Dann verlasse ich nie das Haus, denn sie ist Schlafwandlerin“. Das wurde von seiner Mutter bestätigt.

Der Auszubildende konnte den Angeklagten nicht identifizieren. Der Angriff sei so schnell und unerwartet gekommnen, dass er den Täter nicht erkannte. Allerdings soll einer der Schläger ein T-Shirt mit einer „81“ getragen haben, wie es auch der 33-Jährige besitzt,. „Das habe ich aber nur einmal auf einem Motorrad-Treffen angehabt“, beteuerte der Angeklagte.

Der 29-Jährige gab dagegen zu, einen der Sportler mit der Faust geschlagen zu haben. Erst danach habe er erkannt, dass es sich um einen ehemaligen Schulfreund handelte. Der Prozess wird fortgesetzt.

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