Dauerfrost quälte die Narren zuletzt 1991 / Plüschkostüme sind Kassenschlager.

Foto: Stephan Eppinger
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Düsseldorf. Es soll der kälteste Karneval seit 19 Jahren werden. Die Meteorologen schlagen Bibber-Alarm: Von Altweiber bis Rosenmontag prognostizieren die Wetterfrösche Dauerfrost, tagsüber bleibt das Thermometer bei minus ein Grad hängen, nachts geht’s bis minus sechs runter. Da hilft nur warmschunkeln! Dauerfrost an allen tollen Tagen gab es in Düsseldorf übrigens zuletzt 1991. An Altweiber zitterten die Jecken bei minus vier Grad Höchsttemperatur, nachts wurde das Minus gar zweistellig - Tauwetter gab’s erst nach Aschermittwoch.

Und Schnee kommt dieses Jahr auch noch dazu, zumindest Altweiber soll es noch schneien. Damit der Karnevalszug vom Wetter ungestört durch die Stadt ziehen kann, koordiniert die Awista ihre Einsätze mit der Zugleitung. "Je nachdem, wie die Wetterlage ist, können wir schnell reagieren", sagt Sprecher Ralf Böhme. Er hat keine Bedenken, dass der Schnee den Jecken einen Strich durch die Rechnung machen könnte. Sollte es dennoch schneien, ist die Awista gewappnet: Allmählich füllen sich die Salzlager wieder.

Hochkonjunktur haben derzeit die Kostümgeschäfte in der Stadt. Angesichts der drohenden Kälte entscheiden sich viele Kunden für warme Ganzkörperkostüme aus Plüsch. "Bei diesen Temperaturen bietet sich das Eisbärenkostüm an", scherzt Martin Wilms von Jeck Jedöns. Im Bilker Party-Discount stehen besonders die warmen Bienen-, Käfer- und Häschenkostüme hoch im Kurs. Wer es nicht so gerne plüschig mag, dem rät Verkäuferin Stefanie Seemann zu einem Eskimo-Kostüm: "Die haben zum Rock für die Frauen wenigstens wärmende Beinstulpen." Wer den kontroversen Auftritt liebt, für den gibt es einen kuschligen Mantel für Dandys, der mit Plüsch ausgeschlagen ist.

Die Prinzengarde Rot-Weiß hat keine Möglichkeit ihre Uniformen der Kälte anzupassen. "So schlimm ist das aber nicht, da die Uniformen aus relativ dickem Stoff sind. Zur Not können wir Thermowesten darunter anziehen", sagt Klaus Eyckeler von der Prinzengarde. Dann gibt es da noch ein gefüttertes Cape für Außenveranstaltungen und die Perücken. "Die halten auch warm."

Zur Vorsicht mahnt das Gesundheitsamt beim Alkoholkonsum: "Der Alkohol weitet die Blutgefäße, dadurch wird mehr Wärme vom Körper abgegeben, die Kälte verstärkt diesen Effekt", sagt Heiko Schneitler. Im schlimmsten Fall könne man erfrieren. In Maßen ist sicherlich aber auch ein Glühwein zum Aufwärmen drin. Den schenkt zum Beispiel das Uerige im Stickum aus.

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