Algerier hatte eine Flasche vor das Haus geschmissen.

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Düsseldorf. Es ist eine lange Prozedur, die Asylbewerber bei der Registrierung im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge an der Erkrather Straße über sich ergehen lassen müssen. Bereits um acht Uhr morgens war eine Gruppe mit dem Bus nach Düsseldorf gebracht worden. Nachmittags sollte es zurück nach Oberhausen gehen. Ein 42-jähriger Algerier, der seine Fingerabdrücke schon abgegeben hatte, nutzte seine Wartezeit, um kräftig ins Glas zu schauen. Mit 2,4 Promille im Blut rastete der Mann plötzlich aus und randalierte. Am Mittwoch musste er sich dafür vor dem Amtsgericht verantworten.

Wie ein Security-Mitarbeiter des BAMF erklärte, sei ein Streit unter den wartenden Asylbewerbern ausgebrochen. Der 42-Jährige habe dann eine Flasche gegen das Gebäude geworden. Anschließend sei der Angeklagte völlig ausgerastet und habe versucht, einen anderen Flüchtling mit einer halbvollen Flasche Schnaps zu schlagen. Das konnte die Polizei gerade noch verhindern. Als die Beamten ihn zur Wache bringen wollten, habe der Algerier versucht, sie zu treten und zu beißen. Anschließend beleidigte er die Polizisten gleich in mehreren Sprachen.

Vor Gericht behauptete der 42-Jährige, dass er nur einen Streit schlichten wollte. An die Auseinandersetzung mit den Polizisten konnte er sich nicht mehr erinnern, entschuldigte sich aber trotzdem bei den Beamten. Der Richter verurteilte den Algerier zu sieben Monaten Haft, die zur Bewährung ausgesetzt wurden. si

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