Samstag drehte sich alles um das Rad: 30.000 Zweiradfreunde informierten sich über Trends und Touren.

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Alexander (5) liegt bei einem Wettrennen mit Traix Cycles in Führung: Eine Attraktion beim Fahrradtag.

Alexander (5) liegt bei einem Wettrennen mit Traix Cycles in Führung: Eine Attraktion beim Fahrradtag.

Judith Michaelis

Alexander (5) liegt bei einem Wettrennen mit Traix Cycles in Führung: Eine Attraktion beim Fahrradtag.

Düsseldorf. "Ein teurer Spaß, aber das Fahr-Gefühl ist super", sagte Gregor Nöhles nach seiner ersten Fahrt auf einem Segway. Wie gut 30.000 andere Fahrrad-Fans war er am Samstag zur Rheinpromenade gekommen, um sich beim Fahrradtag umzusehen.

Zu entdecken gab es Uhr einiges: Neben den neusten Trends bei Zwei-Rädern und Zubehör präsentierten die Aussteller auch ausgefallene Fortbewegungsmittel wie Liege-Fahrräder und Trikes, Tandems und Einräder, motorisierte Segway-Roller und die Elektro-Räder Pedelecs.

An einem Stand konnten Kinder wie Erwachsene auf Liegefahrrädern ihre Runden drehen. "Man kommt sich viel schneller vor, als auf einem normalen Fahrrad", sagte die elfjährige Test-Fahrerin Janine Schmitt.

"Aber so im Liegen bin ich noch kleiner, als sonst, das ist schon komisch." Großen Andrang gab es auch bei den Elektro-Fahrrädern. "Ich kann manchmal kaum noch unterscheiden, welche Räder von uns sind und welche von den Besuchern mitgebracht wurden", sagte Natascha Grieffenhagen vom Aussteller Rad Ab.

Wer das richtige Gefährt und Equipment bereits gefunden hatte, konnte sich an den Ständen verschiedener Radwander-Regionen über Fahrrad-Routen in der Eifel und am Niederrhein erkundigen. Für aktive Kinder gab es einen Bobbycar-Parcours und eine Hüpfburg. Auf der Radaktiv-Bühne wechselten sich Musik-Acts, Bike-Shows und Interview-Gäste mit Expertentipps ab.

Der ADFC nutzte den Fahrradtag, um auf die Radfahrer in der Stadt aufmerksam zu machen. Bei der diesjährigen Sternfahrt ging es am Nachmittag für Mitglieder und Interessierte mit dem Drahtesel vom Burgplatz aus quer durch die Stadt. Unterwegs stießen Radfahrer unter anderem aus Wuppertal, Remscheid, Duisburg und vom Niederrhein zu der Gruppe. "Wir sind um 9 Uhr heute morgen losgefahren und haben schon 65 Kilometer zurückgelegt", sagte Heinz-Theo Angenvoort,

Höhepunkt der Aktion war die Fahrt über den Tausendfüßler, üblicherweise ein Tabu für Radler. Einige Teilnehmer brachen jedoch vor der Brücke ab. "Die Hitze machte vielen zu schaffen, gerade den Kindern", sagte Rüdiger Heumann vom ADFC. Für sie sei es besser gewesen, gleich zurück zum Burgplatz zu fahren.

Ziel der Sternfahrt war es, für bessere Bedingungen im Radverkehr zu demonstrieren. Laut Veranstalter nahmen knapp 1.200 Radler an der Aktion Teil, immerhin 20 Prozent mehr als im letzten Jahr. Auch wenn die Gruppe an manchen Stellen für Stauungen im Straßenverkehr sorgte, provozieren wollte der ADFC, so Heumann, mit der Sternfahrt nicht.

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