Das neue Beratungscenter an der Grafenberger Allee ist Teil eines Modellprojekts für lebenslanges Lernen.

Das neue Beratungscenter an der Grafenberger Allee ist Teil eines Modellprojekts für lebenslanges Lernen.
Unter dem Motto „Lebensbegleitende Berufsberatung“ bietet das neue Beratungscenter erstmalig in Deutschland eine zentrale Anlaufstelle für alle Orientierungs-, Beratungs- und Weiterbildungsangebote.

Unter dem Motto „Lebensbegleitende Berufsberatung“ bietet das neue Beratungscenter erstmalig in Deutschland eine zentrale Anlaufstelle für alle Orientierungs-, Beratungs- und Weiterbildungsangebote.

Marius Becker/dpa

Unter dem Motto „Lebensbegleitende Berufsberatung“ bietet das neue Beratungscenter erstmalig in Deutschland eine zentrale Anlaufstelle für alle Orientierungs-, Beratungs- und Weiterbildungsangebote.

Hier also soll sie anfangen, die Arbeitsvermittlung der Zukunft – das neue Beratungscenter der Arbeitsagentur an der Grafenberger Allee ist geöffnet. Es ist das erste Beratungscenter für lebenslanges Lernen. Menschen ohne Job und Berufstätige sollen sich dort über alle Beratungs- und Weiterbildungsangebote in der Stadt informieren können. Um Hemmschwellen abzubauen, sei ein Gespräch ohne Termin oder Wartenummern möglich, sagte Roland Schüßler, Leiter der Düsseldorfer Arbeitsagentur, gestern.

1200 Quadratmeter mit schickem Lounge-Bereich, grauem Teppich, 30 PC-Arbeitsplätzen, Flyerwänden, Kino-Bestuhlung für 300 Besucher, Beratungsplätzen und Besprechungsinseln machen das neue Ambiente aus. Damit soll die Akzeptanz der Arbeitsagentur als moderner Marktpartner gesteigert werden. Geöffnet ist täglich von 7.30 bis 16 Uhr (donnerstags bis 18 Uhr). Zudem stehen seit April befristet bis Ende Februar 2018 zusätzlich 40 besonders geschulte Mitarbeiter des Modellprojektes „Lebensbegleitende Berufsberatung“ zur Verfügung. Sie informieren über Möglichkeiten zur Weiterbildung, Qualifizierung und beruflichen Neuorientierung.

„Wir wissen schon heute, wie wir morgen arbeiten“, sagte der Chef der Bundesarbeitsagentur in Nürnberg, Detlef Scheele, in Düsseldorf. Er stellte das Modellprojekt vor, das auch in Kaiserslautern, Pirmasens und Leipzig gestartet ist. „Uns geht zwar die Arbeit nicht aus, aber der Wandel der Arbeitswelt muss bewältigt werden.“

So soll im Rahmen des Modellprojektes der Beratungsort Schule erheblich gestärkt werden. 20 Berufsberater werden an allen weiterführenden Schulen, am Berufskolleg sowie an Hochschule und Uni arbeiten, 14 Berater kümmern sich um Erwerbstätige. Ein besonderer Fokus soll außerdem auf potenzielle Ausbildungs- und Studienabbrecher gelegt werden. „Ziel ist es, frühzeitig und präventiv aktiv zu werden, damit Arbeitslosigkeit gar nicht erst eintritt“, fuhr Scheele fort. Darüber hinaus soll in allen Phasen des Erwerbslebens zielgruppenspezifische Beratung gewährleistet werden. „Im Rahmen dieses Projektes wurden seit April bereits 1500 Gespräche geführt“, berichtet Christiane Schönefeld von der Regionaldirektion NRW der Arbeitsagentur. Die Mehrheit der Ratsuchenden (55 Prozent) sei nicht arbeitslos, sondern erwerbstätig gewesen. Die Düsseldorfer Arbeitsagentur will mit lokalen Arbeitsmarktpartnern wie der IHK und der Handwerkskammer mit dem neuen Beratungscenter ein niederschwelliges Angebot für alle Interessierten schaffen.

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