Zeitreise ins 13. Jahrhundert: Im Gewölbekeller der Orangerie in Benrath kann man ein authentisches Fest erleben.

Zeitreise ins 13. Jahrhundert: Im Gewölbekeller der Orangerie in Benrath kann man ein authentisches Fest erleben.
Hoch die Krüge: Im Gewölbekeller der Benrather Orangerie stieg am Samstagabend wieder einmal ein zünftiges Rittermahl.

Hoch die Krüge: Im Gewölbekeller der Benrather Orangerie stieg am Samstagabend wieder einmal ein zünftiges Rittermahl.

Sergej Lepke

Hoch die Krüge: Im Gewölbekeller der Benrather Orangerie stieg am Samstagabend wieder einmal ein zünftiges Rittermahl.

Düsseldorf-Benrath. Am Eingang geht’s noch gesittet zu, ein Besucher nach dem anderen schreitet mit einem Becher Met die Treppen ins Gewölbe der Orangerie hinunter. Unten beginnt das Ritterspektakel, schnell kommen die ersten Lacher: Barde Ludmillus alias Carl Matthias Scheel, im Gewand eines mittelalterlichen Gauklers, erklärt die Tischregeln. Das mehrstündige Rittermahl kann beginnen.

Richard Deichner im Gewand eines Tempelritters lädt seit rund zwei Jahren in den Keller im Schloss. Das Gewölbe hat den Veranstalter dazu inspiriert – eigentlich hatte er nach einem Raum zum Tanzen gesucht. Mit Freunden entwickelte er das Essen mit Gaukler-Programm. Das Konzept kommt an: Viele Veranstaltungen, die zwei bis dreimal im Monat stattfinden, sind – oft von Gruppen – ausgebucht. Auf braunem Geschirr wird zunächst eine Süßspeise gereicht, eine dunkle Creme mit getrockneten Früchten und Nüssen. Danach kommen Brot mit Schmalz und eine Gemüsesuppe mit Roter Bete, Hühnchen, Tomaten. „Wir wollen alles authentisch gestalten und kochen“, sagt Deichner. Im Hauptgang werden Kichererbsen, Wurzelgemüse, Kraut und jede Menge gebratenes Fleisch gereicht. Zwischendrin lockert Barde Ludmillus die Gesellschaft mit Liedern, Geschichten und einem Kreistanz auf. Die Gäste singen mit, schlüpfen in die Rolle eines Burgfräuleins und eines edlen Ritters. Am Ende sind viele begeistert – eine Besucherin allerdings findet, dass „für 69 Euro zu wenig geboten wurde“. juni

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