Kay Lorentz reiste 1982 mit seiner damaligen Freundin nach New York und von dort rund 4600 Kilometer mit dem Wagen Richtung San Francisco. „Damals konnte man für Privatleute solche Pkw-Überführungen übernehmen. Man zahlte den Sprit und reiste.“ Verbrachte Nächte auf Toyota-Sitzen und durchquerte einen Kontinent.

Im Ohr die Doobie Brothers, deren Musik Lorenz verehrt. Die Laune war prima, bis ein Radiosprecher die Auflösung der Doobie Brothers verkündete und dazu ihr Abschiedskonzert in Los Angeles, wohin Lorentz ja quasi unterwegs war, und so wurde die Stimmung wieder besser. Obwohl er dreieinhalb Tage gefahren und in einem lausigen Hotel an der Westküste gelandet war. Das böse Wort „Restkarten“ prallte an ihm ab, und am Ende stand er im Greek Theatre auf dem Campus der Universität von Los Angeles und feierte den Abschied seiner Band. „Ich war total aufgeregt. Mann, was da los war.“ Zumal die Doobie Brothers nicht nur sich selbst, sondern auch muskalische Weggefährten auf die Bühne stellten. Das, sagt Lorentz, sei sehr bewegend gewesen.

Kay Lorenz wollte ursprünglich Lehrer werden, arbeitete für eine Filmproduktionsfirma und leitet heute die legendäre Kabarettbühne „Kom(m)ödchen. kus

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