Einmal quer durch die Stadt für ein günstiges Mittagessen.

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Raffaela (links) begrüßt jeden Gast ihrer kleinen Pizzeria an der Aachener Straße persönlich.

Raffaela (links) begrüßt jeden Gast ihrer kleinen Pizzeria an der Aachener Straße persönlich.

Stefan Arend

Raffaela (links) begrüßt jeden Gast ihrer kleinen Pizzeria an der Aachener Straße persönlich.

Düsseldorf. Für ein gepflegtes Essen fährt Christian Küpper mittags schon mal durch die ganze Stadt. Der 26-Jährige studiert Verfahrenstechnik an der Fachhochschule und nutzt hin und wieder die Pause zu einer Tour von Golzheim bis zur Aachener Straße direkt vor die Tür von Raffaela, wo es sehr gute Pizza für kleines Geld gibt. Weswegen auch Küppers Kommilitonen Julian Schlömer und Lydia Kränzler hier regelmäßig zu Gast sind.

Unter Studenten hat sich herumgesprochen: Bei Raffaela gibt es Pizza Scampi mit richtig vielen Scampi ("auf der Karte steht ja nicht mit Scampi-Geruch", sagt die Chefin), Wein für 2,30Euro, der sogar schmeckt, und einen Fahrdienst, der im Labyrinth der Heine-Uni selbst den verstecktesten Winkel aufspürt. "Anfangs haben wir uns übers Handy verabredet und das Pizza-Taxi an einer Bushaltestelle abgeholt und dann in den Asta gelotst", sagt Rainer Matheisen.

Vor zweieinhalb Jahren haben Raffaela aus Apulien und ihr Mann Dieter aus Düsseldorf die Pizzeria Romina am Ende der Aachener Straße eröffnet. Ein kleines Lokal, im Sommer mit Außenterrasse. Wenn es den Gästen draußen zu kalt wird, verteilt Raffaela dicke Jacken.

Matheisen und Philip Tacer, beide früher im Asta-Vorstand (siehe Kasten), sind Stammkunden und werden mit Küsschen begrüßt. Überhaupt ist die Atmosphäre herzlich-familiär, da macht es gar nichts, dass sich die Pizzeria piccola ins Erdgeschoss eines tristen Wohnhauses zwängt. Menschen aus dem Viertel, vor allem aber Studenten essen hier.

"Ich mag sie gerne. Wir lachen viel zusammen. Und singen!", sagt Raffaela. Über Politik werde manchmal ernst gestritten. Studentenleben wie aus dem Bilderbuch. Die Italienerin schätzt diese Stimmung. "Und, zum Abschluss einen Grappa? Lieber einen Killepitsch?" Natürlich gibt es bei Raffaela auch den.

Im März hat sich die Gruppe "Studenten für Düsseldorf" gegründet. Ziel: das studentische Leben in Szene setzen. Die Initiative publiziert die Zeitung Postscriptum, die in Kneipen und Cafés ausliegt.

"Studenten für Düsseldorf" wurde von Philip Tacer und Rainer Matheisen gegründet. Tacer studiert Politik/Geschichte und ist Mitglied bei den Jusos; Matheisen studiert Politik/Germanistik und gehört zur Liberalen Hochschulgruppe.

philipp.tacer@uni-duesseldorf.de, rainer.matheisen@uni-duesseldorf.de

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