Nach WZ-Bericht: Bundesbehörden wollen Aero-Klub formlose Erklärung ausstellen.

Falls die Bezirksregierung die Absichtserklärung akzeptiert, könnten die Segelflieger bald wieder an der Wolfsaap starten und landen.
Falls die Bezirksregierung die Absichtserklärung akzeptiert, könnten die Segelflieger bald wieder an der Wolfsaap starten und landen.

Falls die Bezirksregierung die Absichtserklärung akzeptiert, könnten die Segelflieger bald wieder an der Wolfsaap starten und landen.

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Falls die Bezirksregierung die Absichtserklärung akzeptiert, könnten die Segelflieger bald wieder an der Wolfsaap starten und landen.

Düsseldorf. Nach der Berichterstattung in der Westdeutschen Zeitung (Dienstagsausgabe) zum drohenden Aus der Segelflieger an der Wolfsaap kommt es womöglich zu einer kurzfristigen Wende. Offenbar wollen die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) und die ihr angegliederte Abteilung Bundesforst dem Aero-Klub ein formloses Nutzungsrecht einräumen.

Diese Informationen erhielt zumindest am Dienstag der Düsseldorfer Bundestagsabgeordnete Thomas Jarzombek (CDU). Der Klub müsse lediglich Kontakt mit der Abteilung Bundesforst aufnehmen, um an die Absichtserklärung zu kommen, heißt es in der Mitteilung des Politikers. Jarzombek: „Somit könnte der Club ab sofort seinen Segelflugbetrieb wieder aufnehmen.“

Ob das tatsächlich so ist, konnte die für die Betriebserlaubnis zuständige Bezirksregierung am Dienstag kurz vor Redaktionsschluss nicht bestätigen. Sprecherin Stefanie Paul: „Wir benötigen einen gültigen Pachtvertrag.“ Diesen gibt es aber noch nicht. Der Bundesforst ist nach Informationen von Jarzombek rechtlich gesehen nicht berechtigt, einen Pachtvertrag zu unterzeichnen, da die Bima die Eigentümerrechte noch nicht an die Abteilung übergeben habe. Genau dieser Behördenwirrwarr dauert nun schon Wochen und könnte den Aero-Klub die Existenz kosten. Wie berichtet, haben bereits 30 Mitglieder des Vereins gekündigt. Erst gestern kam ein weiteres Mitglied dazu: ein Fluglehrer.

Die Entwicklung ist umso unverständlicher, da es bei Gesprächen vergangene Woche zwischen Planungsamt und Bundesforst Einigkeit darüber gegeben habe, dass die Segelflieger nach Verabschiedung eines Nutzungsplans für das Gelände einen neuen Pachtvertrag erhalten sollen.

Wolfgang Verspohl, Vorsitzender des Aero-Klubs, zeigt sich zurückhaltend. „Im Moment funktioniert das alles nur nach dem Hören-Sage. Wir werden unsere Mitglieder aber heute noch über die neue Entwicklung informieren.“ Ob sie dem Verein die Stange halten, wird sich in den nächsten Tagen zeigen: Am Freitag endet die Kündigungsfrist für die Mitgliedschaft.

Nach Angabe des Aero-Klub-Vorsitzenden Wolfgang Verspohl sollen 80 Hektar der 220 am Aaper Wald aufgeforstet werden. Der Flugbetrieb soll dadurch nicht eingeschränkt werden.

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