Letzter Knackpunkt für die „Ampel“ wird abgeräumt.

Düsseldorf. Es ist der letzte Knackpunkt der „Ampel“-Koalition im Rathaus: die Frage, wie die künftige Stadtbahnlinie U81 vom Freiligrathplatz zum Flughafen geführt werden soll. Die FDP will einen Tunnel. SPD und Grüne sind für eine Brücke. Dagegen aber laufen Anwohner Sturm, die Lärm und eine Verschandelung der Gegend fürchten.

Schiedsrichter könnte das Land werden. Denn von seinen Zuschüssen hängt ab, ob der teure Tunnel finanzierbar ist. Wird der Bau einer Röhre voll bezuschusst, läge der städtische Eigenanteil bei acht bis neun Millionen Euro. Bezuschusst das Land aber nur den Bau einer Brücke, müsste die Stadt – wenn sie dann trotzdem einen Tunnel baut – mit einem Eigenanteil von 30 Millionen rechnen.

Und Letzteres ist die wahrscheinlichere Variante: Das Land tendiere dazu, nur eine Brücke zu bezuschussen, heißt es in gut informierten Kreisen. Zwar gebe es noch keine endgültige Entscheidung dazu, die wird erst im Oktober erwartet, doch angesichts knapper Landeskassen macht sich niemand im Rathaus Illusionen.

Dann aber wäre die Tunnelvariante endgültig vom Tisch. Denn die FDP wird bei so hohen Kosten nicht länger für einen Tunnel kämpfen. Zur Erinnerung: Auch die geplante U80 haben die Liberalen schließlich deshalb gekippt, weil das Land einen Tunnel nicht voll bezuschussen wollte und damit die Belastung für den Stadt-Etat zu groß gewesen wäre. RS

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