S-Bahnen fuhren zwar seltener, aber pünktlich.

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WZ-Mitarbeiterin Anne Wolf sprach mit Betroffenen am Düsseldorfer Bahnhof.

WZ-Mitarbeiterin Anne Wolf sprach mit Betroffenen am Düsseldorfer Bahnhof.

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WZ-Mitarbeiterin Anne Wolf sprach mit Betroffenen am Düsseldorfer Bahnhof.

Düsseldorf. Der bundesweite Streik der Lokführergewerkschaft ist am Samstag vorzeitig zu Ende gegangen, dabei war er zumindest rund um Düsseldorf gar nicht so schlimm, sagten Pendler: „Wer wusste, wann die S-Bahn fuhr – und das tat sie superpünktlich einmal in der Stunde – der hatte einen entspannten Tag“, teilte Thomas Bernhardt mit, Gründer der Geschichtswerkstatt, der auf der Linie S1 zwischen Solingen und Düsseldorf unterwegs war. Hektische Leute seien nicht zu sehen gewesen. Die Waggons boten mehr Platz, weil weniger Fahrgäste unterwegs waren. Bernhardt: „Vor allem gab es nirgends Diskussionen über den Streik.“

Rund ein Drittel weniger Reisende als an gewöhnlichen Werktagen waren auch auf der S8 zwischen Wuppertal und Düsseldorf unterwegs. Zwar fielen zwei Drittel der Fahrten aus; der Rest aber lief auch hier im Stundentakt pünktlicher als sonst. Weniger Züge heißen in gewissem Sinne wohl auch weniger Möglichkeiten für „Störungen im Betriebsablauf“, die sonst oft für Schwierigkeiten sorgen. Im Regionalexpress 13 – für gewöhnlich unangenehm voll auf derselben Strecke – gab es sogar freie Sitze. Der Platz reichte durchaus zum Zeitunglesen.

Gute Stimmung herrschte schon morgens im IC-Bordrestaurant von Köln Richtung Düsseldorf. Ungläubig erzählten sich die Fahrgäste, wie reibungslos ihre Reise bislang gelaufen war. Zehn Minuten Verspätung – geschenkt. Nur als die Schaffnerin ein Getränk für den Lokführer besorgen und einen Rabatt aushandeln wollte, blieb die Servicekraft hart. Da half auch kein: „Aber er fährt schließlich.“

© WhatsBroadcast

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