Die Düsseldorfer Krankenhäuser verbuchen Geburtenrekorde.

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Mutter Roxana Muntean, Vater Carlos Rodriguez und Sohn Elias (2) mit der kleinen Hannah.

Mutter Roxana Muntean, Vater Carlos Rodriguez und Sohn Elias (2) mit der kleinen Hannah.

Florence-Nightingale-Krankenhaus

Mutter Roxana Muntean, Vater Carlos Rodriguez und Sohn Elias (2) mit der kleinen Hannah.

Düsseldorf. Hannah Elisa Rodriguez wiegt 3280 Gramm und ist 52 Zentimeter groß. Kaum auf der Welt, hat die Kleine schon einen Rekord gebrochen: Sie ist das 1000. Kind, das in diesem Jahr im Florence-Nightingale-Krankenhaus geboren wurde. So viele Babys gab es hier bis zum August noch nie.

Auch die anderen Düsseldorfer Krankenhäuser sind auf Rekordkurs. Die Uni-Klinik verbucht bis am Mittwoch 1103 Neugeborene. "Am Ende des Jahres werden wir vermutlich die 1810 Geburten von 2009 übertreffen", sagt Pressesprecherin Susanne Dopheide.

Das Marien Hospital erwartet in diesem Jahr ebenfalls eine Steigerung. Bisher sind 592 Kinder geboren worden. "Ende 2010 steigt die Zahl laut unserer Berechnungen auf rund 960", sagt Martin Schicht, Pressesprecher der katholischen Kliniken. Zum Vorjahr wäre das ein Wachstum von elf Prozent.

Düsseldorfer Krankenhäuser haben einen guten Ruf

Die Frage, warum die Geburtenzahlen in Düsseldorf stetig steigen (Zahlen der vergangenen Jahre im Kasten), ist nicht eindeutig zu beantworten. Susanne Dopheide von der Uni-Klinik sieht im guten Ruf der Düsseldorfer Krankenhäuser einen zentralen Grund. "Gerade bei Geburtskliniken spielt die Mund-zu- Mund-Propaganda eine große Rolle."

Zudem haben die Uni-Klinik und das Evangelische Krankenhaus eine Perinatalstation Level 1, welche die höchste Versorgungsstufe für Risikogeburten bietet. "Das ist auch für Eltern aus dem Umland interessant", sagt Dopheide.

Geburtenentwicklung
Jahr 2005 - 910 Babys,
2007 - 918,
2009 - 838 (der Rückgang ist eine Ausnahme, 2010 ist eine Rekordzahl wahrscheinlich)

Geburtenentwicklung im Florence-Nightingale-Krankenhaus
Jahr 2005 - 987 Kinder,
2007 - 1474,
2009 - 1573

Geburtenentwicklung in der Uni-Klinik
Jahr 2005 - 1506 Neugeborene,
2007 - 1655,
2009 - 1810

Ein weiterer Grund ist die attraktive Stadt Düsseldorf selbst. Es gibt genügend Arbeitsmöglichkeiten, das gibt Sicherheit für die Familiengründung. "Junge Paare aus dem gesamten Bundesgebiet kommen nach Düsseldorf und bekommen hier nicht selten ihr erstes Kind", sagt Prof. Hans-Peter Diemer, Chefarzt der Geburtsklinik am Marien Hospital.

In einigen Stadtteilen, in denen viele gut situierte Menschen leben, gibt es auch durchaus den Trend zu mehr Kindern. Für Familie Rodriguez ist Hannah Elisa das zweite Kind. Eine Vergrößerung der Familie ist aber nicht ausgeschlossen.

© WhatsBroadcast

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