Die Arbeiten auf der neuen Umgehungsstraße B8n im Norden sind bald abgeschlossen.

Verkehr
Projektleiter Roland Schmidt hofft auf wärmeres und trockenes Wetter, um den Asphalt gießen zu können.

Projektleiter Roland Schmidt hofft auf wärmeres und trockenes Wetter, um den Asphalt gießen zu können.

Das Endstück der B8n hat im Norden noch nicht den Endausbau. Im Hintergrund ist die Brücke für die neue Kreuzung Duisburg-Süd.

Arend, Bild 1 von 2

Projektleiter Roland Schmidt hofft auf wärmeres und trockenes Wetter, um den Asphalt gießen zu können.

Düsseldorf. Die B8n, die Umgehungsstraße für die nördlichen Stadtteile in Düsseldorf, ist 11,6 Kilometer lang, wird seit den 60er Jahren geplant, ging 1988 in Bau und wird Ende März vollendet sein. Dann kann der Autofahrer vom Kennedydamm nonstop nach Duisburg düsen.

Er wird nicht länger am Froschenteich auf die Duisburger Landstraße geleitet, um sich durch diverse Nadelöhre zu quälen. Er hat im Nu das neue Autobahnkreuz Duisburg erreicht und damit die A 59. Dann ist das Ziel der Bauarbeiten, die direkte Verbindung beider Städte, erreicht. Das Projekt kostet bislang 74,6 Millionen Euro.

In zwei Monaten werden die Anlieger im Norden aufatmen

Kein Straßenbau auf Düsseldorfer Gebiet hat so lange gedauert wie diese Trasse, die vor 50 Jahren als Osttangente zwischen A 59 und A 44 gedacht war. Wegen der vielen Einwendungen von Anliegern und Naturschützern wurde dieses Projekt 1978 fallengelassen. 1980 war erstmals von der B8n die Rede, 1990 ging der erste Bauabschnitt zwischen Nordstern und Am Spielberg als Ortsumgehung Lohausen in Betrieb.

In zwei Monaten werden alle Probleme mit Anliegern, Landschafts- und Naturschützern, Ausgleichsflächen etc. beendet sein. Dann kann man im Düsseldorfer Norden aufatmen, sind Kaiserswerth, Wittlaer und Angermund von 20 bis 25 Prozent des bisherigen Pendlerverkehrs befreit.

Noch sieht es auf der Baustelle hinter dem Froschenteich allerdings recht ruhig aus. Erst ließ der Regen die Erdarbeiten stoppen, jetzt ruhen die Asphaltarbeiten wegen des Frosts.

Zwar sieht man zwischen Düsseldorf und Duisburg schon die neue Autobahnbrücke für das neue Verkehrskreuz, aber für die Nord-Süd-Verbindung fehlen noch Dinge wie Markierungen und Schutzeinrichtungen zwischen Angerbach und Duisburg.

Nach Auskunft des Projektleiters Roland Schmidt sind bislang zwischen Anger und Autobahnkreuz 80 Prozent der Bauarbeiten auf Düsseldorfer und 70 Prozent auf Duisburger Seite vollendet.

In Duisburg fehlen noch die Frostschutzschicht, die Entwässerung, der Asphaltbau und die Wegweisung. Schmidt hofft: „Wir wollen Ende März, spätestens Anfang April, unser erstes und wichtigstes Ziel, die B8n, abgeschlossen haben.“

Erst danach werden die Anschlüsse an die Querverbindungen in Ost-West-Richtung, also der Verkehrsknoten selbst, erstellt. Dann kommen die Verbindungsschleifen von Ratingen-Breitscheid in Fahrtrichtung Duisburg. In einer zweiten Phase, möglicherweise bis 2013/14, wird die B 288 zur Autobahn A 524 ausgebaut und an die Autobahn Duisburg-Rahm angeschlossen.

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