Seit etwa einem Jahr steht das Gebäude an der Aachener Straße nun unter Denkmalschutz. Bald könnte daraus ein Kulturbunker werden.

Organisatoren Thorsten Graeßner, Ingo Schiweck und die Zeitzeugin Helene Struth bei der Ausstellung in der Stadtbücherei Bilk.  F: SL
Organisatoren Thorsten Graeßner, Ingo Schiweck und die Zeitzeugin Helene Struth bei der Ausstellung in der Stadtbücherei Bilk. F: SL

Organisatoren Thorsten Graeßner, Ingo Schiweck und die Zeitzeugin Helene Struth bei der Ausstellung in der Stadtbücherei Bilk. F: SL

Organisatoren Thorsten Graeßner, Ingo Schiweck und die Zeitzeugin Helene Struth bei der Ausstellung in der Stadtbücherei Bilk. F: SL

Düsseldorf. Bunt bemalt steht er da. Für die einen ist der Bilker Bunker nur ein großer Betonklotz, für die anderen ein Mahnmal, das an die Schrecken des Zweiten Weltkriegs erinnert und ein dringend schützenswertes Gebäude. Nun widmet sich eine Ausstellung dem Gebäude an der Aachener Straße und seiner Geschichte.

Ingo Schiweck ist Anwohner des Bunkers. Bis vor ein paar Jahren war der Bunker für den Historiker nur ein Gebäude um die Ecke. Als es dann 2013 aber an einen Investor verkauft wurde, der es abreißen und stattdessen ein Wohnhaus bauen lassen wollte, wurde Schiweck auf das Gebäude aufmerksam und in der Bürgerinitiative zum Schutz des Bunkers aktiv. „Dieses Gebäude hat viel Geschichte erlebt“, sagt auch Thorsten Graeßner, der die Ausstellung gemeinsam mit Historiker Schiweck zusammengestellt hat.

Initiatoren können sich kulturelle Nutzung des Bunkers gut vorstellen

Nachdem das Gebäude, das zuvor an dieser Straßenecke stand, durch Bombenangriffe zerstört worden war, wurde 1941 mit dem Bau des Bunkers begonnen. 1942 fertig gestellt diente er noch bis viele Jahre nach dem Krieg als Schutzraum für die Anwohner.

Die Geschichte von 1933, also aus der Zeit, bevor der Bunker dort gebaut wurde, bis in die heutige Zeit, in welcher der Bunker unter Denkmalschutz gestellt wurde und an die Schrecken des Krieges erinnern soll, erzählt die Ausstellung.

Dafür haben die beiden Initiatoren sowohl auf zum Teil bisher unveröffentlichte Dokumente und Bilder als auch auf Zeitzeugen zurückgegriffen. „Der Bunker ist ein Mahnmal mit großem kulturellen Potenzial“, sagt Schiweck. Indem er in der Ausstellung die Geschichte des Gebäudes erzählt, möchte er bei mehr Menschen das Interesse am Bunker wecken.

Für die Ausstellung wurde auch auf Zeitzeugen zurückgegriffen

Bis 2012 sei der Raum noch von zuständigen Behörden als möglicher Schutzraum gewartet worden, sagt Schiweck. Erst als er an den Investor verkauft wurde, sei eine mögliche neue Nutzung des Bunkers von Anwohnern und Bürgern aus dem Stadtteil ins Auge gefasst worden. „Dass der Raum auch für andere Dinge genutzt werden könnte, stand vorher einfach nicht zur Debatte, weil der Bunker noch als solcher unterhalten wurde“, erklärt der Historiker.

Nun, da das Gebäude unter Denkmalschutz steht und nicht abgerissen werden darf, müsse man über eine neue Nutzung nachdenken. „Im Moment ist der Bunker ein Denkmal mit kultureller Außenhaut“, sagt Schiweck. Er könne sich gut vorstellen auch die Innenräume kulturell nutzbar zu machen. Ideen gebe es da viele. Dafür müsse aber erst einmal ein Investor gefunden werden, der diese mit der nötigen Finanzierung umsetzen wolle.

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