So konkret wie möglich sind die Infos der Unternehmen auf der neuen Messe. Für Schüler ist sie mehr als nur Pflichtprogramm.

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Am Stand der Stadt Düsseldorf informierten sich am Donnerstag Schüler über Ausbildungsmöglichkeiten.

Am Stand der Stadt Düsseldorf informierten sich am Donnerstag Schüler über Ausbildungsmöglichkeiten.

Michaelis

Am Stand der Stadt Düsseldorf informierten sich am Donnerstag Schüler über Ausbildungsmöglichkeiten.

Düsseldorf. Man muss die Schüler nur zu ihrem Glück zwingen - dann klappt’s auch mit der Motivation. Ein bisschen ’was von diesem simplen Motto steckt auch in der Bildungsmesse "Chancen im Rheinland2009", die zum ersten Mal in Düsseldorf stattfindet.

An zwei Tagen (Donnerstag und Freitag) präsentieren sich rund 50 Unternehmen in der Philipshalle und beraten ausnahmslos eine Kundschaft: Schüler.

Damit diese jedoch nicht gelangweilt ihre Zeit totschlagen und umgekehrt die Unternehmen tatsächlich Nachwuchskräfte rekrutieren oder zumindest für ihre Branche interessieren können, haben die Organisatoren vorgesorgt.

Jugendliche haben im Vorfeld der Messe Termine vereinbart

"Wir haben im Vorfeld etwa 4000 Schüler aus der Region informiert", sagt der Chef der Bildungsmesse, Roderich Stintzing. Dann seien mittels Fragebögen die Berufsinteressen der Schüler konkretisiert und bei den Unternehmen bereits Gesprächstermine für die Messe vereinbart worden. Kurz vor deren Start sei erneut bei den Schülern abgefragt worden, ob sie den Termin denn auch tatsächlich wahrnehmen.

Diese engmaschige Vorbereitung ist anscheinend erfolgreich. "Die jungen Leute, die uns besuchen, sind gut vorbereitet", sagt Jörg Stronczek. Er vertritt die Rechtsanwaltskammer und hat schon einige Schüler beraten.

"Bislang sind alle zu den verabredeten Terminen erschienen", sagt Stronczek, der für die Ausbildung zum Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten wirbt.

"Das ist vielleicht kein Traumjob. Aber wer die Lehre mit einer Eins oder Zwei abschließt, bekommt garantiert einen Job." Erste Schritte für eine feste Anstellung haben Schüler auch am Stand der AOK unternommen. "Einige Jugendliche haben ihre Bewerbungsmappe gleich mitgebracht", sagt Benjamin Fehr.

Krankenkassen, Banken, Supermarktketten, Telekommunikationsunternehmen, aber auch Hochschulen stellen auf der Messe aus. Darunter zum Bedauern vieler Schüler vor allem private Hochschulen. Dort kostet ein Studium gut und gerne 700 Euro im Monat. Für Sven Dewes ist das eindeutig zu viel.

Der 18-jährige Gymnasiast interessiert sich für Sportmanagement. "18000 Euro soll das dreijährige Bachelor-Studium kosten. Das geht gar nicht", sagt er. Jetzt steht er am Stand der Bundeswehr. "Da gibt es ja auch viele Möglichkeiten."

Sven hat von der Messe nicht über seine Schule, sondern durch eigene Recherche im Internet erfahren. "Ich bin noch nicht ganz sicher, was ich machen will, und hier kann man sich gut informieren."

Nicht ganz so begeistert sind René Zillikens und Fabio Piombino. Sie besuchen die Abendrealschule und wünschen sich mehr technische Angebote. "Ich möchte Tontechniker werden. Hier gibt es aber nur Infos zu einem Studium", sagt René. Eine Runde will er jedoch noch mal drehen.

© WhatsBroadcast

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